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Rechtssatz RS0016291×

Rechtssatz RS0016291

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0016291

Entscheidungsdatum

15.02.2024

Rechtssatz

Hat der Schädiger vorsätzlich gehandelt, führt auch der Umstand, dass der Geschädigte fahrlässig gehandelt hat, nicht zu einer Schadensteilung: Die Zurechnung des Schadens zum Verantwortungsbereich des Schädigers überwiegt so stark, dass die Fahrlässigkeit des Geschädigten nicht ins Gewicht fällt (Betrug des Lehrlings; unzureichende Kontrolle der Geldgebarung durch den Dienstgeber).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 35/81
    Entscheidungstext OGH 28.04.1981 4 Ob 35/81
    Veröff: Arb 10028
  • 5 Ob 560/81
    Entscheidungstext OGH 27.10.1981 5 Ob 560/81
    nur: Hat der Schädiger vorsätzlich gehandelt, führt auch der Umstand, dass der Geschädigte fahrlässig gehandelt hat, nicht zu einer Schadensteilung: Die Zurechnung des Schadens zum Verantwortungsbereich des Schädigers überwiegt so stark, dass die Fahrlässigkeit des Geschädigten nicht ins Gewicht fällt. (T1)
    Beisatz: Leicht fahrlässiges Handeln des Geschädigten führt nicht zur Schadensteilung (hier: Geschädigter hat auf Grund wahrheitswidriger Behauptungen der Kindesmutter seine ae Vaterschaft anerkannt, obwohl er stets Zweifel hatte und hat Klage nach § 164 a ABGB erst nach längerer Zeit eingebracht). (T2)
  • 9 Os 15/86
    Entscheidungstext OGH 16.04.1986 9 Os 15/86
    Veröff: EvBl 1987/29 S 119
  • 8 Ob 538/85
    Entscheidungstext OGH 03.04.1986 8 Ob 538/85
    Auch; nur T1
  • 10 Os 101/86
    Entscheidungstext OGH 02.09.1986 10 Os 101/86
    Vgl auch
  • 11 Os 88/86
    Entscheidungstext OGH 31.03.1987 11 Os 88/86
    Vgl auch
  • 9 ObA 2233/96i
    Entscheidungstext OGH 30.10.1996 9 ObA 2233/96i
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 91/03b
    Entscheidungstext OGH 27.08.2003 9 Ob 91/03b
    nur T1
  • 4 Ob 77/06m
    Entscheidungstext OGH 20.06.2006 4 Ob 77/06m
    Auch; Beisatz: Vorsatz schließt den Mitverschuldenseinwand idR aus. (T3)
    Veröff: SZ 2006/90
  • 3 Ob 75/06k
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 75/06k
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 122/05w
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 122/05w
    Auch; nur T1; Beis wie T3
  • 5 Ob 34/13f
    Entscheidungstext OGH 06.06.2013 5 Ob 34/13f
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 184/13k
    Entscheidungstext OGH 17.10.2013 1 Ob 184/13k
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 4/17g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 6 Ob 4/17g
    Auch; Beis wie T3
  • 9 ObA 89/17d
    Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 ObA 89/17d
    Auch
  • 9 ObA 15/20a
    Entscheidungstext OGH 25.06.2020 9 ObA 15/20a
    Vgl
  • 6 Ob 186/21b
    Entscheidungstext OGH 22.06.2022 6 Ob 186/21b
    Vgl; nur T1
  • 5 Ob 141/23f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 15.02.2024 5 Ob 141/23f
    nur T1; Beisatz wie T3
    Beisatz: Hier: Die bloße Erkennbarkeit, ohne dass feststeht, dass der Geschädigte die tatsächlichen Umstände, nämlich die Betroffenheit des Fahrzeugs vom "Diesel-Skandal", kannte, schließt den Schadenersatzanspruch wegen Irreführung iSd § 874 ABGB nicht aus. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0016291

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.05.2024

Dokumentnummer

JJR_19810428_OGH0002_0040OB00035_8100000_001