Rechtssatz RS0016346
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0016346
Entscheidungsdatum
21.06.2024
Rechtssatz
Erfolgte die Leistung an jemanden, der sie in fremdem Namen in Empfang nahm und zu dieser Empfangnahme bevollmächtigt war, so wurde die Leistung an den Vertretenen erbracht, der deshalb auch Kondiktionsschuldner ist.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 694/88
Entscheidungstext OGH 14.12.1988 1 Ob 694/88
- 3 Ob 505/95
Entscheidungstext OGH 25.01.1995 3 Ob 505/95
Veröff: SZ 68/13
- 7 Ob 6/02m
Entscheidungstext OGH 07.05.2002 7 Ob 6/02m
Beisatz: Dieser Grundsatz muss unabhängig davon gelten, ob die Zahlungen an einen gewillkürten oder einen gesetzlichen Vertreter erfolgt. (T1); Beisatz: Mit der Zahlung von Unterhalt an den gesetzlichen Vertreter erfolgt die Leistung an den Unterhaltsberechtigten, der auch dann bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen Kondiktionsschuldner ist. (T2)
- 9 Ob 46/03k
Entscheidungstext OGH 10.09.2003 9 Ob 46/03k
Auch
- 8 Ob 57/07a
Entscheidungstext OGH 30.08.2007 8 Ob 57/07a
Beisatz: Bei einer Leistung an einen Scheinvertreter kann die Bereicherungsklage direkt gegen den unwirksam Vertretenen erhoben werden, wenn der Scheinvertreter als realer Empfänger der Leistung wenigstens zum Empfang berechtigt (autorisiert) war. (T3)
- 2 Ob 3/12y
Entscheidungstext OGH 28.06.2012 2 Ob 3/12y
Beis wie T1; Beis wie T2
- 9 Ob 80/15b
Entscheidungstext OGH 27.01.2016 9 Ob 80/15b
Beis wie T3
- 20 Ds 10/23k
Entscheidungstext OGH 21.06.2024 20 Ds 10/23k
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0016346
Zuletzt aktualisiert am
24.07.2024
Dokumentnummer
JJR_19881214_OGH0002_0010OB00694_8800000_001