Rechtssatz RS0017219
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0017219
Entscheidungsdatum
19.09.2013
Rechtssatz
Ein (selbst den Namen des Erklärenden enthaltendes) Telegramm reicht mangels eigenhändiger Unterschrift zur Erfüllung des Schriftlichkeitserfordernisses nicht aus, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob eine eigenhändig unterschriebene Aufgabedepesche oder etwa nur eine telefonische Aufgabe vorliegt. Dasselbe hat für ein Fernschreiben zu gelten, mag es auch den ausgedruckten Namen des Erklärenden aufweisen.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 535/85
Entscheidungstext OGH 14.05.1985 5 Ob 535/85
Veröff: SZ 58/85 = EvBl 1986/73 S 269
- 1 Ob 525/93
Entscheidungstext OGH 02.07.1993 1 Ob 525/93
Vgl auch; Veröff: EvBl 1994/86 S 426 = WoBl 1994,70 (Würth)
- 1 Ob 515/95
Entscheidungstext OGH 27.03.1995 1 Ob 515/95
Vgl; Beisatz: Hier: Telekopie (Telefax) (T1)
Veröff: SZ 68/63
- 5 Ob 133/10k
Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 133/10k
Ähnlich; Beisatz: Hier: Eine in Form einer einfachen E-Mail (ohne qualifizierte elektronische Signatur gemäß § 4 Abs 1 SigG) abgegebene Erklärung des Mieters erfüllt das Schriftlichkeitsgebot des § 16 Abs 1 Z 5 MRG nicht. (T2)
- 5 Ob 166/10p
Entscheidungstext OGH 08.03.2011 5 Ob 166/10p
Vgl auch; Veröff: SZ 2011/29
- 9 Ob 41/12p
Entscheidungstext OGH 31.07.2013 9 Ob 41/12p
Vgl aber; Beisatz: Eine vom Bürgen eigenhändig unterschriebene Bürgschaftserklärung, die er dem Gläubiger per Telefax übermittelt, erfüllt die Voraussetzungen des Formgebots des § 1346 Abs 2 ABGB. (T3); Veröff: SZ 2013/72
- 1 Ob 161/13b
Entscheidungstext OGH 19.09.2013 1 Ob 161/13b
Vgl aber; Beis wie T3
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0017219
Zuletzt aktualisiert am
25.01.2016
Dokumentnummer
JJR_19850514_OGH0002_0050OB00535_8500000_001