Rechtssatz RS0018000
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0018000
Entscheidungsdatum
11.07.2012
Rechtssatz
Es gibt außerhalb der Anfechtungsrechtes der KO bzw AnfO keinen allgemeinen Rechtssatz, der die Rechtsbeständigkeit von Vereinbarungen trifft, die der Gleichbehandlung der Gläubiger zuwiderlaufen, und keine gesetzliche Pflicht, auf eine gleichmäßige Befriedigung aller Mitgläubiger Bedacht zu nehmen. Die bevorzugte Behandlung eines Gläubigers stellt ohne den Hinzutritt weiterer Umstände keinen Verstoß gegen die guten Sitten dar.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 37/74
Entscheidungstext OGH 06.03.1974 5 Ob 37/74
Veröff: EvBl 1974/261 S 572 = RZ 1974/96 S 174 = SZ 47/26
- 8 Ob 270/00i
Entscheidungstext OGH 11.06.2001 8 Ob 270/00i
- 9 ObA 60/02t
Entscheidungstext OGH 18.09.2002 9 ObA 60/02t
Beisatz: Nur die entsprechenden Bestimmungen der Konkursordnung bzw Anfechtungsordnung bieten den umfassenden Schutz vor Verkürzungen der Gesamtgläubiger durch Rechtshandlungen, die das Vermögen eines zahlungsunfähigen Schuldners betreffen.(T1)
- 3 Ob 99/12y
Entscheidungstext OGH 11.07.2012 3 Ob 99/12y
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0018000
Zuletzt aktualisiert am
25.09.2012
Dokumentnummer
JJR_19740306_OGH0002_0050OB00037_7400000_001