Rechtssatz RS0019523
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0019523
Geschäftszahl
6Ob120/65; 6Ob510/77; 6Ob583/77; 6Ob550/77; 8Ob202/83; 8Ob547/84; 5Ob236/06a; 3Ob96/22x; 10Ob20/23y
Entscheidungsdatum
13.02.2024
Rechtssatz
Das für den Vertragsabschluß notwendige Wissen oder Wissenmüssen des Machthabers wirkt auf den Machtgeber zurück.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 120/65
Entscheidungstext OGH 12.05.1965 6 Ob 120/65
- 6 Ob 510/77
Entscheidungstext OGH 02.06.1977 6 Ob 510/77
Auch; Beisatz: Die Schlechtgläubigkeit des Notars in seiner Eigenschaft als Machthaber schadet dem Machtgeber (hier: mangelnde Freilassungserklärung). (T1)
- 6 Ob 583/77
Entscheidungstext OGH 30.06.1977 6 Ob 583/77
Beisatz: Servitutsvereinbarung (T2) Veröff: JBl 1979,88
- 6 Ob 550/77
Entscheidungstext OGH 16.06.1977 6 Ob 550/77
Beisatz: Gutgläubigkeit bei Serviutsersitzung. (T3) Veröff: SZ 50/91 = JBl 1978,148 (mit zustimmender Anmerkung von Sprung)
- 8 Ob 202/83
Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 202/83
- 8 Ob 547/84
Entscheidungstext OGH 11.09.1984 8 Ob 547/84
Beisatz: Die subjektive Einschätzung der Sachlage durch einen Notar (Kenntnis von Umständen, die auf ein Anfechtungsrecht hinwiesen), ist dem Machtgeber zuzurechnen. (T4)
- 5 Ob 236/06a
Entscheidungstext OGH 20.03.2007 5 Ob 236/06a
- 3 Ob 96/22x
Entscheidungstext OGH 22.06.2022 3 Ob 96/22x
- 10 Ob 20/23y
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 13.02.2024 10 Ob 20/23y
Beisatz: Das Wissen eines vertragserrichtenden Notars oder Rechtsanwalts, den die Vertragspartei nur mit der Vertragserrichtung und nicht auch mit ihrer Vertretung beauftragt hat, ist der Vertragspartei nicht zurechenbar. (T5)
Anm: So bereits 4 Ob 238/19g; 4 Ob 99/19s.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0019523
Zuletzt aktualisiert am
16.04.2024
Dokumentnummer
JJR_19650512_OGH0002_0060OB00120_6500000_001