Rechtssatz RS0021318
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0021318
Entscheidungsdatum
30.01.2018
Rechtssatz
Die Säuberungspflicht und Streupflicht ist eine gegenüber der Allgemeinheit bestehende (gesetzliche) Obliegenheit zur Verkehrssicherung. Im Verhältnis des Bestandgebers zum Bestandnehmer ist sie Vertragspflicht aus dem Grunde des § 1096 ABGB und besteht als solche nicht bloß gegenüber dem unmittelbaren Vertragspartner, sondern nach Lehre und Rechtsprechung auch gegenüber den der Vertragsleistung nahestehenden dritten Personen, denen gegenüber dem Vertragspartner als vertragliche Nebenpflicht eine Schutzpflicht und Sorgfaltspflicht obliegt.Die Säuberungspflicht und Streupflicht ist eine gegenüber der Allgemeinheit bestehende (gesetzliche) Obliegenheit zur Verkehrssicherung. Im Verhältnis des Bestandgebers zum Bestandnehmer ist sie Vertragspflicht aus dem Grunde des Paragraph 1096, ABGB und besteht als solche nicht bloß gegenüber dem unmittelbaren Vertragspartner, sondern nach Lehre und Rechtsprechung auch gegenüber den der Vertragsleistung nahestehenden dritten Personen, denen gegenüber dem Vertragspartner als vertragliche Nebenpflicht eine Schutzpflicht und Sorgfaltspflicht obliegt.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 569/81
Entscheidungstext OGH 25.11.1981 3 Ob 569/81
Veröff: RZ 1982/58 S 220 = ZVR 1982/261 S 231
- 6 Ob 722/81
Entscheidungstext OGH 25.11.1981 6 Ob 722/81
Vgl auch
- 1 Ob 684/83
Entscheidungstext OGH 09.11.1983 1 Ob 684/83
Veröff: ZVR 1984/315 S 336
- 2 Ob 64/98w
Entscheidungstext OGH 25.06.1998 2 Ob 64/98w
nur: Die Säuberungspflicht und Streupflicht ist eine gegenüber der Allgemeinheit bestehende (gesetzliche) Obliegenheit zur Verkehrssicherung. (T1); Beisatz: Diese Verkehrssicherungspflicht trifft den gemäß § 93 Abs 5 StVO für die Gehsteigbetreuung verantwortlichen Reinigungsunternehmer, und nicht dessen unselbständige Hilfspersonen. (T2)
- 5 Ob 173/02f
Entscheidungstext OGH 12.09.2002 5 Ob 173/02f
nur T1; Beisatz: Für das Verschulden eines Gehilfen wird nicht nach § 1313a ABGB, sondern lediglich im Rahmen des § 1315 ABGB gehaftet. Das gilt nicht nur für den primär Verkehrssicherungspflichtigen, sondern auch für denjenigen, der gemäß § 93 Abs 5 StVO - durch vertragliche Übernahme der Pflicht - an dessen Stelle getreten ist. (T3); Veröff: SZ 2002/116
- 2 Ob 47/07m
Entscheidungstext OGH 12.07.2007 2 Ob 47/07m
nur: Die Säuberungspflicht und Streupflicht ist im Verhältnis des Bestandgebers zum Bestandnehmer Vertragspflicht aus dem Grunde des § 1096 ABGB. (T4)
- 2 Ob 60/08z
Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 60/08z
Auch; nur T4; Veröff: SZ 2008/46
- 2 Ob 75/11k
Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 75/11k
nur T1; nur T4
- 2 Ob 173/11x
Entscheidungstext OGH 14.02.2012 2 Ob 173/11x
nur T1; Beis wie T3
- 2 Ob 70/12a
Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 70/12a
Auch; nur T4; Veröff: SZ 2012/134
- 9 Ob 69/17p
Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 69/17p
Auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0021318
Zuletzt aktualisiert am
10.04.2018
Dokumentnummer
JJR_19811125_OGH0002_0030OB00569_8100000_001