Rechtssatz RS0021357
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0021357
Geschäftszahl
7Ob387/65; 6Ob32/68; 4Ob520/76; 6Ob554/77 (6Ob555/77); 5Ob768/80; 6Ob719/87 (6Ob720/87); 8Ob526/90; 10Ob204/97s; 8Ob139/99w; 7Ob99/03i; 6Ob13/11x
Entscheidungsdatum
13.10.2011
Rechtssatz
Ist der Bestandnehmer gemäß § 1096 Abs 1 ABGB von der Entrichtung des Zinses ganz oder zum Teil befreit, so kann er darüber hinaus bezahlte Beträge nur zurückverlangen, wenn er über seine Verpflichtung im Irrtum war. Anders ist nur zu entscheiden, wenn es sich um einen Zins handelt, dessen Höhe durch das Mietengesetz geregelt ist.Ist der Bestandnehmer gemäß Paragraph 1096, Absatz eins, ABGB von der Entrichtung des Zinses ganz oder zum Teil befreit, so kann er darüber hinaus bezahlte Beträge nur zurückverlangen, wenn er über seine Verpflichtung im Irrtum war. Anders ist nur zu entscheiden, wenn es sich um einen Zins handelt, dessen Höhe durch das Mietengesetz geregelt ist.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 387/65
Entscheidungstext OGH 12.01.1966 7 Ob 387/65
Veröff: MietSlg 18167
- 6 Ob 32/68
Entscheidungstext OGH 06.03.1968 6 Ob 32/68
nur: Ist der Bestandnehmer gemäß § 1096 Abs 1 ABGB von der Entrichtung des Zinses ganz oder zum Teil befreit, so kann er darüber hinaus bezahlte Beträge nur zurückverlangen, wenn er über seine Verpflichtung im Irrtum war. (T1) Veröff: MietSlg 20130
- 4 Ob 520/76
Entscheidungstext OGH 06.04.1976 4 Ob 520/76
nur T1; Veröff: ImmZ 1976,187
- 6 Ob 554/77
Entscheidungstext OGH 23.05.1977 6 Ob 554/77
nur T1
- 5 Ob 768/80
Entscheidungstext OGH 09.06.1981 5 Ob 768/80
Vgl; Beisatz: Solange der Bestandnehmer nicht sicher den Betrag der Zinsminderung und damit die Höhe des tatsächlichen geschuldeten Zinses bestimmen kann, befindet er sich bei der Bezahlung des Betrages, der sich nachher als nicht geschuldet herausstellt in einem Irrtum über seine Leistungspflicht. (T2) Veröff: SZ 54/88 = MietSlg 33110
- 6 Ob 719/87
Entscheidungstext OGH 10.12.1987 6 Ob 719/87
Vgl; Beisatz: Keine Annahme einer irrtümlichen Zahlung, wenn der Kläger im Zeitpunkt der Mietzinszahlung die behaupteten Mängel kannte und seine Möglichkeit, zu beurteilen, welche Zinsminderung im Sinne des § 1096 ABGB berechtigt ist, damals nicht geringer war, als zur Zeit der Klagseinbringung. (T3)
- 8 Ob 526/90
Entscheidungstext OGH 26.02.1991 8 Ob 526/90
nur T1; Beisatz: Er kann rückfordern oder aufrechnen. (T4) Veröff: ImmZ 1991,360
- 10 Ob 204/97s
Entscheidungstext OGH 17.03.1998 10 Ob 204/97s
Vgl auch; nur T1; Beis wie T3
- 8 Ob 139/99w
Entscheidungstext OGH 07.10.1999 8 Ob 139/99w
nur T1
- 7 Ob 99/03i
Entscheidungstext OGH 07.05.2003 7 Ob 99/03i
Beis wie T3
- 6 Ob 13/11x
Entscheidungstext OGH 13.10.2011 6 Ob 13/11x
nur T1; Beisatz: Die Mehrzahlung führt daher nicht zu einer Teilvorauszahlung des Bestandzinses späterer Zinsperioden. (T5)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0021357
Zuletzt aktualisiert am
09.01.2012
Dokumentnummer
JJR_19660112_OGH0002_0070OB00387_6500000_001