Rechtssatz RS0022479
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0022479
Entscheidungsdatum
19.04.2018
Rechtssatz
Solange ohne den sogenannten Unvergleichsfall die Naturalleistungspflicht ungeschmälert aufrecht bestünde, kann der Leistungspflichtige im Falle der Umwandlung seiner Schuld in eine Geldersatzverpflichtung nicht mit Erfolg einwenden, dass ihm die Erbringung der Naturalleistung wirtschaftlich leichter fiele als die Geldzahlung und diese daher einer Kürzung zu unterziehen wäre. Die Leistungsfähigkeit des Hofes und die sonstigen wirtschaftlichen Verhältnisse des Ausgedingsschuldners haben bei der Ausmittlung des Geldersatzbetrages außer Ansatz zu bleiben, weil für die Bewertung der Geldrente nur der objektive Wert der jeweils geschuldeten Naturalleistungen bestimmend ist.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 2/80
Entscheidungstext OGH 01.07.1981 6 Ob 2/80
Veröff: NZ 1982,157
- 7 Ob 690/89
Entscheidungstext OGH 09.11.1989 7 Ob 690/89
- 4 Ob 199/97m
Entscheidungstext OGH 09.09.1997 4 Ob 199/97m
Vgl auch
- 6 Ob 315/03x
Entscheidungstext OGH 19.02.2004 6 Ob 315/03x
Vgl
- 3 Ob 56/05i
Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 56/05i
nur: Für die Bewertung der Geldrente ist nur der objektive Wert der jeweils geschuldeten Naturalleistungen bestimmend. (T1)
- 4 Ob 47/15p
Entscheidungstext OGH 22.04.2015 4 Ob 47/15p
nur T1
- 4 Ob 223/17y
Entscheidungstext OGH 19.04.2018 4 Ob 223/17y
Auch; nur T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0022479
Zuletzt aktualisiert am
06.06.2018
Dokumentnummer
JJR_19810701_OGH0002_0060OB00002_8000000_003