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Rechtssatz RS0026045

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0026045

Geschäftszahl

1Ob516/88; 1Ob44/07p

Entscheidungsdatum

11.09.2007

Rechtssatz

Da die Eröffnung eines Kontos für eine juristische Person ohne Prüfung der Vertretungsbefugnis des für diese Handelnden im allgemeinen keine besondere Gefahr für den Verkehr mit sich bringt, weil der juristischen Person ein Schaden (durch Umleitung von Zahlungen auf dieses Konto) nur durch Betrugshandlungen in ihrem Bereich erwachsen kann, stellt die Unterlassung dieser Prüfung durch das Kreditinstitut keine Sorgfaltspflichtverletzung dar, die zu Schadenersatz an denjenigen, in dessen Namen das Konto gegen dessen Willen eröffnet wurde, verpflichtet.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 516/88
    Entscheidungstext OGH 16.03.1988 1 Ob 516/88
    Veröff: RdW 1988,287 = ÖBA 1988,839 (mit Anmerkung von Koziol) = SZ 61/64 = WBl 1988,342; dazu Wilhelm WBl 1988,331
  • 1 Ob 44/07p
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 1 Ob 44/07p
    Vgl auch; Beisatz: Eine allgemeine Pflicht des Kreditinstituts, Schäden durch Untreuehandlungen in einer fremden Sphäre hintanzuhalten, besteht nicht. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0026045

Dokumentnummer

JJR_19880316_OGH0002_0010OB00516_8800000_004