Rechtssatz RS0026582
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0026582
Geschäftszahl
1Ob342/54; 2Ob576/55; 7Ob244/56; 2Ob586/86; 3Ob182/94
Entscheidungsdatum
30.11.1994
Rechtssatz
Es ist nicht richtig, daß nach österreichischem Recht Schikane nur so weit verboten sei, als Schadenersatzpflicht daran geknüpft sei, weil sich eben ihre Rechtswidrigkeit, abgesehen davon, daß Schadenersatzpflicht kein Erkenntnisgrund der Rechtswidrigkeit ist, aus rechtslogischen Gründen ergibt. Und auch jede sonst sittenwidrige Rechtsausübung ist unzulässig. Stets ist daher eine Scheinrechtsausübung gegeben.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 342/54
Entscheidungstext OGH 03.11.1954 1 Ob 342/54
- 2 Ob 576/55
Entscheidungstext OGH 12.10.1955 2 Ob 576/55
- 7 Ob 244/56
Entscheidungstext OGH 13.07.1956 7 Ob 244/56
- 2 Ob 586/86
Entscheidungstext OGH 14.10.1986 2 Ob 586/86
Auch
- 3 Ob 182/94
Entscheidungstext OGH 30.11.1994 3 Ob 182/94
nur: Sittenwidrige Rechtsausübung ist unzulässig. Stets ist daher eine Scheinrechtsausübung gegeben. (T1) Veröff: SZ 67/220
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0026582
Dokumentnummer
JJR_19541103_OGH0002_0010OB00342_5400000_001