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Rechtssatz RS0027244×

Rechtssatz RS0027244

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0027244

Geschäftszahl

8Ob178/72; 2Ob20/73; 7Ob49/88; 4Ob107/24z

Entscheidungsdatum

11.04.2025

Rechtssatz

Die Vorschriften des Paragraph 1307, ABGB gilt auch dann, wenn jemand absichtlich oder sonst schuldhaft den Zustand der Sinnesverwirrung herbeigeführte und in diesem Zustand einen Schaden zufügte (Ehrenzweig, Das Recht der Schuldverhältnisse, Paragraph 401, römisch zwei S 680; Wolff in Klang 2. Auflage zu Paragraph 1307, römisch sechs 74). Das Verschulden, für das der Schädiger haftet, liegt in der Herbeiführung der Sinnesverwirrung an sich. Daß der im Zustand selbstverschuldeter Sinnesverwirrung herbeigeführte Schaden im einzelnen auch vorhersehen werden konnte, ist nicht erforderlich.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 178/72
    Entscheidungstext OGH 12.09.1972 8 Ob 178/72
  • 2 Ob 20/73
    Entscheidungstext OGH 01.03.1973 2 Ob 20/73
  • 7 Ob 49/88
    Entscheidungstext OGH 23.11.1988 7 Ob 49/88
    Auch; nur: Daß der im Zustand selbstverschuldeter Sinnesverwirrung herbeigeführte Schaden im einzelnen auch vorhersehen werden konnte, ist nicht erforderlich. (T1) Beisatz: Hier: Voraussehbarkeit der Folgen ist nicht Haftungsvoraussetzung. (T2) Veröff: VersR 1989,827 = ZVR 1991/90 S 238 = RZ 1990/9 S 39 = VersRdSch 1989,282 = SZ 61/259
  • 4 Ob 107/24z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 11.04.2025 4 Ob 107/24z
    Beisatz wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0027244

Im RIS seit

12.09.1972

Zuletzt aktualisiert am

16.05.2025

Dokumentnummer

JJR_19720912_OGH0002_0080OB00178_7200000_001