Rechtssatz RS0031841
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0031841
Geschäftszahl
1Ob652/77 (1Ob653/77); 1Ob708/78; 2Ob588/82; 1Ob658/83; 6Ob2297/96d; 6Ob80/01k; 3Ob215/02t (3Ob321/02f)
Entscheidungsdatum
18.12.2002
Rechtssatz
Da die Zielrichtung des Begehrens auf Unterlassung und Widerruf nicht dieselbe ist, besteht kein Grund, bei Vorliegen der Voraussetzungen nicht sowohl ein Unterlassungsbegehren als auch Widerrufsbegehren zuzulassen. Wie bei allen Unterlassungsansprüchen muß allerdings Wiederholungsgefahr bestehen.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 652/77
Entscheidungstext OGH 31.08.1977 1 Ob 652/77
Veröff: EvBl 1978/65 S 182 = ÖBl 1978,34 = SZ 50/111
- 1 Ob 708/78
Entscheidungstext OGH 18.10.1978 1 Ob 708/78
Veröff: RZ 1979/69 S 233
- 2 Ob 588/82
Entscheidungstext OGH 01.02.1983 2 Ob 588/82
Auch
- 1 Ob 658/83
Entscheidungstext OGH 31.08.1983 1 Ob 658/83
nur: Da die Zielrichtung des Begehrens auf Unterlassung und Widerruf nicht dieselbe ist, besteht kein Grund, bei Vorliegen der Voraussetzungen nicht sowohl ein Unterlassungsbegehren als auch Widerrufsbegehren zuzulassen. (T1) Veröff: ÖBl 1984,18 = EvBl 1984/60 S 241 = GRURInt 1985,340 = JBl 1984,492 = SZ 56/124
- 6 Ob 2297/96d
Entscheidungstext OGH 07.11.1996 6 Ob 2297/96d
Auch
- 6 Ob 80/01k
Entscheidungstext OGH 16.05.2001 6 Ob 80/01k
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Während der Widerruf der Beseitigung der negativen Folgen der Ehrverletzung dient, ist Ziel des Unterlassungsanspruches die Verhinderung künftiger gleichartiger Verletzungen. Die Unterlassungsklage ist somit kein Minus zum Widerrufsanspruch, vielmehr sind beide Ansprüche kumulierbar. (T2)
- 3 Ob 215/02t
Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
Vgl auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Dies bedeutet aber nichts anderes, als dass der Unterlassungsanspruch und der Widerrufs- als (besonderer, dem §1330 ABGB eigener) Beseitigungsanspruch nebeneinander bestehen und daher ein Beseitigungsanspruch nicht im Unterlassungsanspruch enthalten sein kann (Analogieschluss von §15 UWG auf §1330 ABGB nicht zulässig). (T3); Veröff: SZ 2002/178
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0031841
Zuletzt aktualisiert am
16.06.2026
Dokumentnummer
JJR_19770831_OGH0002_0010OB00652_7700000_002