Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0035014×

Rechtssatz RS0035014

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0035014

Entscheidungsdatum

13.01.2009

Norm

EGZPO ArtXLIII

Rechtssatz

Die Klage nach Art XLIII EGZPO hat zur Voraussetzung, dass ein rechtsschutzbedürftiges Interesse an der Vorlage der Urkunde behauptet und im Falle der Bestreitung bescheinigt wird und auch im Zeitpunkt der Urteilsfällung noch besteht.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 352/50
    Entscheidungstext OGH 06.12.1950 3 Ob 352/50
    Veröff: SZ 23/363
  • 3 Ob 545/80
    Entscheidungstext OGH 11.03.1981 3 Ob 545/80
    nur: Die Klage nach Art XLII EGZPO hat zur Voraussetzung, dass ein rechtsschutzbedürftiges Interesse an der Vorlage der Urkunde behauptet und im Fall der Bestreitung bescheinigt wird. (T1); Beisatz: Hier: Bilanz einer GmbH zwecks Vorlage durch den ausgeschiedenen Gesellschafter beim Finanzamt. (T2)
  • 9 ObA 153/88
    Entscheidungstext OGH 28.09.1988 9 ObA 153/88
    Veröff: SZ 61/208
  • 7 Ob 7/92
    Entscheidungstext OGH 23.04.1992 7 Ob 7/92
    Veröff: VersRdSch 1992,402
  • 4 Ob 519/94
    Entscheidungstext OGH 14.06.1994 4 Ob 519/94
    nur T1
  • 9 ObA 172/99f
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 ObA 172/99f
    Beisatz: Bei aufrechtem Arbeitsverhältnis liegt ein rechtliches Interesse grundsätzlich vor, ein ausgeschiedener Arbeitnehmer hat aber ein im Zeitpunkt der Urteilsfällung gegebenes rechtliches Interesse zu bescheinigen, da die bei aufrechtem Arbeitsverhältnis vorhandenen wechselseitigen Rechte und Pflichten grundsätzlich nicht mehr bestehen, so dass derjenige, der Rechte aus dem ehemals bestandenen synallagmatischen Rechtsverhältnis geltend macht, diese zu konkretisieren hat. (Hier: Einsicht in den Personalakt.) (T3)
  • 1 Ob 94/06i
    Entscheidungstext OGH 16.05.2006 1 Ob 94/06i
    Gegenteilig; Beisatz: Ein Anspruch auf Urkundenvorlage gemäß Art XLIII EGZPO setzt nur voraus, dass es sich bei der streitverfangenen Urkunde um eine gemeinschaftliche nach § 304 ZPO handelt. Die Abweisung eines Vorlagebegehrens kommt daher bloß dann in Betracht, wenn die Pflicht zur Vorlage einer gemeinschaftlichen Urkunde bereits erfüllt wurde oder das Recht auf Vorlage schikanös ausgeübt wird (inhaltlich so schon 2 Ob 267/04k). (T4); Veröff: SZ 2006/74
  • 5 Ob 225/08m
    Entscheidungstext OGH 13.01.2009 5 Ob 225/08m
    Gegenteilig; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0035014

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19501206_OGH0002_0030OB00352_5000000_001