Rechtssatz RS0035925
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0035925
Entscheidungsdatum
24.09.2019
Rechtssatz
Eine Person, die nicht Parteienvertreter ist, die sich aber entweder das Recht, eine Partei zu vertreten, erzwingen oder sich von der Vertretung freikämpfen will, nimmt in dem darüber ergehenden Zwischenstreit eine parteiähnliche Stellung ein. Ihr steht daher das Recht zu, die Entscheidung des Gerichtes, die ihre Eigenschaft als Vertreter einer Partei betrifft, mit Rechtsmitteln zu bekämpfen.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 110/63
Entscheidungstext OGH 31.07.1963 3 Ob 110/63
Veröff: EvBl 1963/429 S 577
- 4 Ob 565/72
Entscheidungstext OGH 05.09.1972 4 Ob 565/72
- 8 Ob 22/95
Entscheidungstext OGH 22.06.1995 8 Ob 22/95
- 1 Ob 362/97k
Entscheidungstext OGH 25.11.1997 1 Ob 362/97k
Beisatz: Soll in einem Zwischenstreit die Bejahung eines Vertretungsrechts erstritten werden, so setzt die gleichzeitige Bekämpfung von Sachentscheidungen im Prozeßrechtsverhältnis zwischen dem Vertretenen und dessen Gegner den erkennbaren Willen des Rechtsmittelwerbers voraus, namens des Vertretenen einzuschreiten. Wird die Vertreterstellung bejaht, ist das vom Bevollmächtigten eingebrachte Rechtsmittel sachlich zu erledigen, die Verneinung führt dagegen zur Zurückweisung des Rechtsmittels. (T1)
Veröff: SZ 70/246
- 1 Ob 182/01y
Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 182/01y
- 2 Ob 60/02s
Entscheidungstext OGH 21.03.2002 2 Ob 60/02s
Auch; Beis wie T1
- 3 Ob 180/01v
Entscheidungstext OGH 24.04.2002 3 Ob 180/01v
Auch
- 1 Ob 82/12h
Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 82/12h
Vgl auch
- 6 Ob 160/19a
Entscheidungstext OGH 24.09.2019 6 Ob 160/19a
Vgl; Beis wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0035925
Zuletzt aktualisiert am
21.10.2019
Dokumentnummer
JJR_19630731_OGH0002_0030OB00110_6300000_001