Rechtssatz RS0039679
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0039679
Entscheidungsdatum
19.04.2018
Rechtssatz
In der Klagsrücknahme liegt die prozessual wirksame Verzichtserklärung des Klägers auf den materiellen Rechtsschutz, die eine Geltendmachung desselben Anspruches im Klagsweg für alle Zukunft ausschließt. Von dieser prozessualen Wirkung der Klagsrücknahme ist jedoch deren materiellrechtliche Wirkung zu trennen.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 644/78
Entscheidungstext OGH 09.11.1978 7 Ob 644/78
- 3 Ob 47/81
Entscheidungstext OGH 20.01.1982 3 Ob 47/81
Beisatz: Der Kläger, der die Klage unter Anspruchsverzicht zurückgenommen hat, kann daher geltend machen, dass ein bürgerlich - rechtlich wirksamer Verzicht auf den Anspruch nicht erfolgt ist (so schon SZ 28/91 ua). (T1)
- 1 Ob 618/85
Entscheidungstext OGH 09.10.1985 1 Ob 618/85
nur: In der Klagsrücknahme liegt die prozessual wirksame Verzichtserklärung des Klägers auf den materiellen Rechtsschutz, die eine Geltendmachung desselben Anspruches im Klagsweg für alle Zukunft ausschließt. (T2)
- 6 Ob 266/97d
Entscheidungstext OGH 17.12.1997 6 Ob 266/97d
- 3 Ob 26/98i
Entscheidungstext OGH 29.06.1999 3 Ob 26/98i
Auch; nur T2
- 6 Ob 166/08t
Entscheidungstext OGH 01.10.2008 6 Ob 166/08t
Vgl; Beisatz: Hier: Zu den prozessualen Auswirkungen (Bindungs- und Präklusionswirkung) einer Klagsrücknahme unter Anspruchsverzicht. (T3)
- 4 Ob 62/18y
Entscheidungstext OGH 19.04.2018 4 Ob 62/18y
Beis ähnlich T1; Beisatz: Die Zurücknahme der Klage durch nur einen von mehreren Streitgenossen wirkt grundsätzlich – außer im Fall einer einheitlichen Streitpartei nach § 14 ZPO – nur für den die Klage zurückziehenden Streitgenossen und ist daher unter den allgemeinen Voraussetzungen zulässig. (T4)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0039679
Zuletzt aktualisiert am
03.05.2018
Dokumentnummer
JJR_19781109_OGH0002_0070OB00644_7800000_002