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Rechtssatz RS0041311×

Rechtssatz RS0041311

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0041311

Entscheidungsdatum

23.02.2026

Rechtssatz

Die bei Schluß der Verhandlung bereits existenten und für den erhobenen Anspruch rechtserheblichen Tatsachen können lediglich unter den Voraussetzungen des Paragraph 530, ff ZPO zur Begründung einer Wiederaufnahmsklage herangezogen werden, nicht aber zur Begründung einer neuerlichen Klage.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 616/78
    Entscheidungstext OGH 24.10.1979 3 Ob 616/78
    Veröff: JBl 1980,541 = SZ 52/151
  • 1 Ob 569/83
    Entscheidungstext OGH 13.04.1983 1 Ob 569/83
  • 1 Ob 527/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1994 1 Ob 527/94
    Auch
  • 4 Ob 2023/96w
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2023/96w
    Auch
  • 10 Ob 335/97f
    Entscheidungstext OGH 16.12.1997 10 Ob 335/97f
    Vgl auch
  • 7 Ob 142/06t
    Entscheidungstext OGH 05.07.2006 7 Ob 142/06t
    Auch; Beisatz: Maßgeblich dafür, ob eine rechtserhebliche Tatsache vor oder nach dem Schluss der mündlichen Verhandlung (bzw der Urteilsfällung) eingetreten ist, ist der Zeitpunkt ihrer rechtlichen Beachtlichkeit. Wenn also eine rechtshindernde Tatsache zwar erst nach Schluss der mündlichen Verhandlung, aber rückwirkend (ex tunc) beseitigt wurde, stellt dies keine nachträgliche Tatbestandsänderung in dem hier gemeinten Sinn dar, sondern eine Tatsache, die allenfalls die Wiederaufnahme, nicht aber eine neue Klage rechtfertigt. (T1)
  • 5 Ob 17/10a
    Entscheidungstext OGH 11.02.2010 5 Ob 17/10a
    Vgl; Beisatz: Durch die Rechtskraft einer Entscheidung ist die Partei mit allem vor Schluss der mündlichen Verhandlung entstandenen Tatsachenvorbringen präkludiert. (T2); Bem: Hier: Wohnrechtliches Außerstreitverfahren. (T3)
  • 5 Ob 47/17y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2017 5 Ob 47/17y
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2
  • 3 Ob 14/26v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 14/26v
    Beisatz wie T1
    Beisatz: Was für eine nachträgliche Gerichtsentscheidung gilt, die einen Vertrag ex tunc beseitigt, gilt genauso für einen Bescheid, der den zuvor bescheidmäßig festgestellten Anspruch rückwirkend (zur Gänze oder zum Teil) beseitigt. (T4)
    Beisatz: Hier: Bescheid über deutsches Kindergeld. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0041311

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2026

Dokumentnummer

JJR_19791024_OGH0002_0030OB00616_7800000_002