Rechtssatz RS0042217
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0042217
Entscheidungsdatum
04.06.2024
Norm
ZPO idF WGN 1989 §488 Abs4
Rechtssatz
Das Berufungsgericht darf sich mit der Verlesung der Beweisaufnahmeprotokolle des Erstgerichtes (unmittelbar aufgenommener Beweis) nur begnügen, wenn es den Parteien noch vor der Fassung des Beweisbeschlusses mitgeteilt hat, daß es erwägt, von den Feststellungen des Erstgerichtes abzugehen und dadurch ihnen Gelegenheit gegeben hat, sich gegen eine mittelbare Beweisaufnahme auszusprechen, und die Parteien trotzdem nicht ausdrücklich die unmittelbare Beweisaufnahme beantragen.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 656/90
Entscheidungstext OGH 27.09.1990 7 Ob 656/90
- 9 ObA 6/93
Entscheidungstext OGH 17.03.1993 9 ObA 6/93
- 4 Ob 1601/95
Entscheidungstext OGH 11.07.1995 4 Ob 1601/95
Auch
- 10 Ob 2028/96z
Entscheidungstext OGH 25.06.1996 10 Ob 2028/96z
Auch
- 3 Ob 5/97z
Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 5/97z
- 8 Ob 67/98f
Entscheidungstext OGH 12.03.1998 8 Ob 67/98f
Vgl auch; Beisatz: Hier: Nachträglicher Verzicht der Parteienvertreter auf weitere unmittelbare Beweisaufnahme in der Berufungsverhandlung nach Wiederholung eines Teiles der Beweise. (T1)
- 9 ObA 220/99i
Entscheidungstext OGH 26.01.2000 9 ObA 220/99i
Auch; Beisatz: Diese Bestimmung soll sicherstellen, dass die Parteien nicht von einer Änderung der Beweiswürdigung des Erstgerichtes durch das Berufungsgericht durch neuerliche Aufnahme der in erster Instanz unmittelbar aufgenommenen Beweise überrascht werden. (T2)
- 5 Ob 141/06f
Entscheidungstext OGH 27.06.2006 5 Ob 141/06f
Besi wie T2
- 7 Ob 100/17g
Entscheidungstext OGH 05.07.2017 7 Ob 100/17g
Auch
- 10 ObS 15/24i
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 04.06.2024 10 ObS 15/24i
vgl; Beisatz wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0042217
Zuletzt aktualisiert am
22.07.2024
Dokumentnummer
JJR_19900927_OGH0002_0070OB00656_9000000_002