Rechtssatz RS0044646
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0044646
Entscheidungsdatum
26.05.2026
Rechtssatz
Die bloße Kenntnis des Vorhandenseins einer Urkunde, die allenfalls zugunsten des eigenen Standpunktes sprechen könnte, verpflichtet noch nicht zur Erhebung einer Wiederaufnahmsklage bei sonstiger Verfristung.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 730/78
Entscheidungstext OGH 23.11.1978 7 Ob 730/78
Veröff: SZ 51/165
- 6 Ob 66/97t
Entscheidungstext OGH 20.03.1997 6 Ob 66/97t
- 9 ObA 7/00w
Entscheidungstext OGH 14.06.2000 9 ObA 7/00w
- 8 ObA 28/04g
Entscheidungstext OGH 26.08.2004 8 ObA 28/04g
- 5 Ob 239/08w
Entscheidungstext OGH 04.11.2008 5 Ob 239/08w
Auch; Bem: Hier: Im konkreten Fall keine auffallende Fehlbeurteilung, wenn die Vorinstanzen den fristauslösenden Moment bereits mit der Vorlage einer Urkunde in einer Verhandlung und der daraufhin erfolgten Korrektur einer für die Beweiswürdigung relevanten Zeugenaussagen angenommen haben. (T1)
- 8 Ob 74/14m
Entscheidungstext OGH 23.01.2015 8 Ob 74/14m
Auch; Beisatz: Allein die Kenntnis, dass ein Beweismittel vorhanden ist, das allenfalls zugunsten des eigenen Standpunktes sprechen könnte, verpflichtet noch nicht zur Erhebung einer Wiederaufnahmsklage bei sonstiger Verfristung. (T2)
Beisatz: Allein durch die Verfügbarkeit eines neuen Beweismittels ändert sich der Kenntnisstand des Wiederaufnahmswerbers nicht in der nach § 534 Abs 2 Z 4 ZPO für den Fristbeginn vorausgesetzten Weise. (T3)
- 2 Ob 207/15b
Entscheidungstext OGH 12.04.2016 2 Ob 207/15b
Vgl auch; Beis wie T3
- 4 Ob 32/18m
Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 32/18m
Beis wie T2
- 6 Ob 136/25f
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.05.2026 6 Ob 136/25f
Beisatz wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0044646
Zuletzt aktualisiert am
08.10.2026
Dokumentnummer
JJR_19781123_OGH0002_0070OB00730_7800000_003