Rechtssatz RS0045931
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0045931
Entscheidungsdatum
25.03.2019
Norm
ABGB §176 Abs1 B
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §181 Abs1
AußStrG §9 B2
EO §378a
Rechtssatz
Nach § 176 Abs 1 ABGB hat das Gericht, von wem immer es angerufen wird, die zur Sicherung des Wohls des Kindes nötigen Verfügungen zu treffen, wenn die Eltern durch ihr Verhalten das Wohl des minderjährigen Kindes gefährden. Das Anrufen durch wen immer betont die Amtswegigkeit des Verfahrens, schafft aber für den Einschreiter allein weder Parteistellung noch Rechtsmittellegitimation, es sei denn, er habe Rechte, zB auf Grund der §§ 144, 145, 166, 167 ABGB.Nach Paragraph 176, Absatz eins, ABGB hat das Gericht, von wem immer es angerufen wird, die zur Sicherung des Wohls des Kindes nötigen Verfügungen zu treffen, wenn die Eltern durch ihr Verhalten das Wohl des minderjährigen Kindes gefährden. Das Anrufen durch wen immer betont die Amtswegigkeit des Verfahrens, schafft aber für den Einschreiter allein weder Parteistellung noch Rechtsmittellegitimation, es sei denn, er habe Rechte, zB auf Grund der Paragraphen 144, 145, 166, 167, ABGB.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 541/91
Entscheidungstext OGH 08.10.1991 5 Ob 541/91
Veröff: RZ 1992/30 S 91
- 3 Ob 111/06d
Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 111/06d
Vgl auch; Beisatz: Verfügungen nach § 176 ABGB sind (nötigenfalls) auch von Amts wegen zu treffen. (T1)
Beisatz: Das gilt nach § 378a EO auch für einstweilige Verfügungen über die Obsorge. (T2)
- 1 Ob 98/14i
Entscheidungstext OGH 17.06.2014 1 Ob 98/14i
Vgl auch
- 5 Ob 68/15h
Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 68/15h
Vgl auch
- 3 Ob 198/18s
Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 198/18s
Vgl auch
- 8 Ob 21/19z
Entscheidungstext OGH 25.03.2019 8 Ob 21/19z
Beis wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0045931
Zuletzt aktualisiert am
08.05.2019
Dokumentnummer
JJR_19911008_OGH0002_0050OB00541_9100000_002