Rechtssatz RS0046200
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0046200
Geschäftszahl
1Ob651/54; 6Ob356/64; 1Ob251/66; 8Ob250/67; 1Ob23/75; 4Ob22/76 (4Ob23/76, 4Ob24/76); 6Ob862/82 (6Ob863/82); 5Ob112/01h; 1Ob70/02d; 6Ob99/02f; 5Ob274/02h; 10Ob66/06p; 6Ob72/13a; 5Ob72/16y; 3Ob232/17i
Entscheidungsdatum
24.01.2018
Rechtssatz
Die Bestimmung des § 41 Abs 2 JN gilt nur für die amtswegige Prüfung der Zuständigkeit durch das Gericht vor Anberaumung einer Tagsatzung. Wurde die Unzuständigkeit in diesem Stadium nicht wahrgenommen, so ist über die bei der ersten Tagsatzung erhobenen Einrede, aber auch über die von Amts wegen aufgegriffene Frage der Unzuständigkeit nach den sonst geltenden Grundsätzen mündlich zu verhandeln. Es ist also insbesondere auch das Vorbringen des Beklagten zu beachten.Die Bestimmung des Paragraph 41, Absatz 2, JN gilt nur für die amtswegige Prüfung der Zuständigkeit durch das Gericht vor Anberaumung einer Tagsatzung. Wurde die Unzuständigkeit in diesem Stadium nicht wahrgenommen, so ist über die bei der ersten Tagsatzung erhobenen Einrede, aber auch über die von Amts wegen aufgegriffene Frage der Unzuständigkeit nach den sonst geltenden Grundsätzen mündlich zu verhandeln. Es ist also insbesondere auch das Vorbringen des Beklagten zu beachten.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 651/54
Entscheidungstext OGH 08.09.1954 1 Ob 651/54
- 6 Ob 356/64
Entscheidungstext OGH 17.02.1965 6 Ob 356/64
Veröff: EvBl 1965/428 S 635
- 1 Ob 251/66
Entscheidungstext OGH 13.10.1966 1 Ob 251/66
- 8 Ob 250/67
Entscheidungstext OGH 03.10.1967 8 Ob 250/67
- 1 Ob 23/75
Entscheidungstext OGH 19.02.1975 1 Ob 23/75
Vgl aber; Beisatz: Der Grundsatz der Prüfung auf Grund der Klagsangaben gilt nicht nur für die Prüfung der Zuständigkeit nach Anhängigwerden einer Rechtssache vor Gericht, sondern auch für jede spätere Prüfung dieser Frage im Verfahren. (T1)
Veröff: EvBl 1975/297 S 660
- 4 Ob 22/76
Entscheidungstext OGH 27.04.1976 4 Ob 22/76
Vgl aber; Beis wie T1; Veröff: IndS 1976 H5,998
- 6 Ob 862/82
Entscheidungstext OGH 17.11.1983 6 Ob 862/82
Vgl auch
- 5 Ob 112/01h
Entscheidungstext OGH 29.05.2001 5 Ob 112/01h
Vgl auch; Beisatz: Die Vorschrift des § 41 Abs 2 JN, wonach das Gericht in bürgerlichen Streitsachen seine Zuständigkeit (allein) auf Grund der Angaben des Klägers (in der Klage) zu prüfen hat, sofern diese nicht bereits als unrichtig bekannt sind, bezieht sich auf die erste amtswegige Prüfung der Prozessvoraussetzungen vor Einbeziehung des Beklagten in das Verfahren. (T2)
- 1 Ob 70/02d
Entscheidungstext OGH 30.04.2002 1 Ob 70/02d
Vgl auch; Beis wie T2
- 6 Ob 99/02f
Entscheidungstext OGH 16.05.2002 6 Ob 99/02f
Vgl auch; Beis wie T2
- 5 Ob 274/02h
Entscheidungstext OGH 03.12.2002 5 Ob 274/02h
Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Bei einer Entscheidung über eine Unzuständigkeitseinrede des Beklagten darf nicht über dessen Vorbringen hinweggegangen werden. (T3)
- 10 Ob 66/06p
Entscheidungstext OGH 30.01.2007 10 Ob 66/06p
Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Veröff: SZ 2007/9
- 6 Ob 72/13a
Entscheidungstext OGH 06.06.2013 6 Ob 72/13a
Vgl; Beis wie T2
- 5 Ob 72/16y
Entscheidungstext OGH 01.03.2017 5 Ob 72/16y
Auch; Veröff: SZ 2017/30
- 3 Ob 232/17i
Entscheidungstext OGH 24.01.2018 3 Ob 232/17i
Auch; Beis wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0046200
Zuletzt aktualisiert am
21.03.2019
Dokumentnummer
JJR_19540908_OGH0002_0010OB00651_5400000_001