Rechtssatz RS0046747
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0046747
Entscheidungsdatum
22.01.2009
Rechtssatz
Auch wenn bei Rechtsgeschäften zwischen Spediteuren im Sinne der SZ 26/180 die AÖSp als stillschweigend vereinbart gelten, bedarf eine Gerichtsvereinbarung des urkundlichen Nachweises.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 25/66
Entscheidungstext OGH 26.01.1966 6 Ob 25/66
Veröff: SZ 39/17 = EvBl 1966/240 S 296
- 6 Ob 239/74
Entscheidungstext OGH 12.12.1974 6 Ob 239/74
Veröff: SZ 47/146
- 6 Ob 738/76
Entscheidungstext OGH 20.01.1977 6 Ob 738/76
Beisatz: Der Hinweis auf öffentlich bekanntgemachte Vertragsbedingungen reicht nicht aus. (T1)
- 4 Ob 1547/95
Entscheidungstext OGH 28.03.1995 4 Ob 1547/95
Vgl
- 3 Ob 19/06z
Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 19/06z
Beisatz: Weder die „Globalisierung und Dynamisierung des Wirtschaftslebens" noch moderne technische Hilfsmittel des (internationalen) Handelsverkehrs lassen den Zweck des Erfordernisses eines urkundlichen Nachweises, der darin liegt, Einwendungen und verfahrensaufwendige Beweisaufnahmen im Zuständigkeitsstreit und damit Zuständigkeitsstreitigkeiten überhaupt nach Tunlichkeit auszuschließen, in den Hintergrund treten. Das Erfordernis des urkundlichen Nachweises hat nicht nur Beweissicherungsfunktion, sondern soll auch Übereilungsschutz bieten (Warnfunktion). Dass im Falle grenzüberschreitender Prozesse anderes gilt (vgl Art 23 Abs 1 lit b EuGVVO; Art 17 LGVÜ) zwingt keineswegs zu einer Änderung der Beurteilung reiner Inlandssachverhalte. (T2)
- 2 Ob 159/08h
Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0046747
Zuletzt aktualisiert am
12.03.2009
Dokumentnummer
JJR_19660126_OGH0002_0060OB00025_6600000_001