Rechtssatz RS0047429
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0047429
Entscheidungsdatum
26.02.2013
Rechtssatz
Da der Unterhalt eines Kindes (hier außereheliches Kind) auch Bedürfnisse umfasst, für welche die Strafvollzugsanstalten nicht zu sorgen haben, wird die Unterhaltspflicht des Vaters in der Regel auch während der Untersuchungshaft des unterhaltsberechtigten Kindes an sich fortbestehen; sie wird daher in der Regel nicht die Einstellung der Unterhaltsvorschüsse, aber deren Herabsetzung rechtfertigen.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 604/78
Entscheidungstext OGH 27.06.1979 3 Ob 604/78
Veröff: EvBl 1979/235 S 639 = JBl 1980,209
- 3 Ob 536/91
Entscheidungstext OGH 24.04.1991 3 Ob 536/91
Auch; Veröff: EFSlg XXVIII/5 = ÖA 1992,164
- 3 Ob 544/91
Entscheidungstext OGH 26.06.1991 3 Ob 544/91
Veröff: JBl 1992,109
- 6 Ob 2206/96x
Entscheidungstext OGH 30.09.1996 6 Ob 2206/96x
Auch
- 1 Ob 352/98s
Entscheidungstext OGH 23.02.1999 1 Ob 352/98s
Auch
- 1 Ob 212/10y
Entscheidungstext OGH 25.01.2011 1 Ob 212/10y
Auch; Beisatz: Hier: Untersuchungshaft des unterhaltsberechtigten Ehegatten. (T1)
- 10 Ob 64/12b
Entscheidungstext OGH 26.02.2013 10 Ob 64/12b
Beisatz: Bei einer längeren Dauer der Untersuchungshaft ist im Hinblick auf die Deckung der notwendigsten Lebensbedürfnisse des Unterhaltsberechtigten jedenfalls eine Herabsetzung der Unterhaltsvorschüsse in Betracht zu ziehen. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0047429
Zuletzt aktualisiert am
02.05.2013
Dokumentnummer
JJR_19790627_OGH0002_0030OB00604_7800000_003