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Rechtssatz RS0048553×

Rechtssatz RS0048553

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0048553

Geschäftszahl

2Ob709/50; 2Ob95/49; 1Ob446/52 (1Ob447/52); 1Ob500/55; 3Ob408/50; 7Ob290/00y; 10Ob46/08z; 2Ob128/16m

Entscheidungsdatum

28.03.2017

Norm

ABGB §142 K
ABGB §171 d
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §233
JN §1 DVb2bb

Rechtssatz

Die Heranziehung der Erben des außerehelichen Vaters zur Unterhaltsleistung für das Kind kann nicht im außerstreitigen Verfahren, sondern nur im Prozesswege erfolgen (SZ 10/170, SZ 19/139).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 709/50
    Entscheidungstext OGH 25.10.1950 2 Ob 709/50
  • 2 Ob 95/49
    Entscheidungstext OGH 30.03.1949 2 Ob 95/49
    Veröff: SZ 22/43 = EFSlg 1134
  • 1 Ob 446/52
    Entscheidungstext OGH 04.06.1953 1 Ob 446/52
  • 1 Ob 500/55
    Entscheidungstext OGH 24.08.1955 1 Ob 500/55
    Veröff: EFSlg 1134
  • 3 Ob 408/50
    Entscheidungstext OGH 25.08.1950 3 Ob 408/50
  • 7 Ob 290/00y
    Entscheidungstext OGH 06.12.2000 7 Ob 290/00y
    Veröff: SZ 73/191
  • 10 Ob 46/08z
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 Ob 46/08z
    Auch; Beisatz: Die Unterhaltsschuld nach § 142 ABGB ist im streitigen Rechtsweg durchzusetzen. (T1)
    Beisatz: Hingegen ist der Unterhaltsanspruch nach § 140 ABGB (beim unehelichen Kind in Verbindung mit § 166 ABGB) - gleich ob der Unterhaltsberechtigte minderjährig oder volljährig ist - ausschließlich im außerstreitigen Verfahren geltend zu machen (§ 114 Abs 1 und 2 JN idF BGBl I 2003/112; § 101 Abs 1 AußStrG). Auch nach dem Tod des Unterhaltspflichtigen ist dieser Unterhaltsanspruch für die Zeit bis zum Tod des Unterhaltspflichtigen im außerstreitigen Verfahren geltend zu machen; am familienrechtlichen Charakter des Anspruchs auf Unterhaltsleistungen bis zum Tod des Unterhaltsschuldners - also auf Bezahlung schon fälliger Unterhaltsbeträge - hat sich durch den Tod nichts geändert. Zur Zeit des Todes des Unterhaltsschuldners rückständige Unterhaltsleistungen sind Nachlassverbindlichkeiten. (T2)
    Veröff: SZ 2008/135
  • 2 Ob 128/16m
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 2 Ob 128/16m
    Auch; Beisatz: Beim Anspruch nach § 233 ABGB handelt es sich um keinen unterhaltsrechtlichen, sondern einen erbrechtlichen, der daher auch immer im Prozessweg durchzusetzen ist. (T3); Veröff: SZ 2017/39

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0048553

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.04.2019

Dokumentnummer

JJR_19501025_OGH0002_0020OB00709_5000000_001