Rechtssatz RS0049032
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0049032
Entscheidungsdatum
15.07.2014
Rechtssatz
Nach Großjährigerklärung eines Pflegebefohlenen kann eine vormundschaftsgerichtliche Entscheidung über die Genehmigung oder Nichtgenehmigung eines Vertrages nicht mehr erfolgen. Von da ab obliegt es dem nun großjährig Gewordenen, den Zustand schwebender Rechtswirksamkeit durch Genehmigung im Sinne der Vollwirksamkeit oder durch Nichtgenehmigung im Sinne der Wirkungslosigkeit des Vertrages zu beenden (vgl Gschnitzer in Klang 2.Auflage IV/1, 89, 90; GlUNF 9351, GlUNF 11916).Nach Großjährigerklärung eines Pflegebefohlenen kann eine vormundschaftsgerichtliche Entscheidung über die Genehmigung oder Nichtgenehmigung eines Vertrages nicht mehr erfolgen. Von da ab obliegt es dem nun großjährig Gewordenen, den Zustand schwebender Rechtswirksamkeit durch Genehmigung im Sinne der Vollwirksamkeit oder durch Nichtgenehmigung im Sinne der Wirkungslosigkeit des Vertrages zu beenden vergleiche Gschnitzer in Klang 2.Auflage IV/1, 89, 90; GlUNF 9351, GlUNF 11916).
Entscheidungstexte
- 8 Ob 92/74
Entscheidungstext OGH 14.05.1974 8 Ob 92/74
- 1 Ob 5/81
Entscheidungstext OGH 20.05.1981 1 Ob 5/81
Beisatz: Servitutsvertrag (T1)
- 3 Ob 625/85
Entscheidungstext OGH 19.02.1986 3 Ob 625/85
Auch
- 3 Ob 615/89
Entscheidungstext OGH 13.12.1989 3 Ob 615/89
- 8 Ob 181/98w
Entscheidungstext OGH 26.11.1998 8 Ob 181/98w
Auch; Beisatz: Hier: Eingehen einer Wechselbürgschaft durch einen Minderjährigen (16 Jahre). (T2)
- 8 Ob 137/99a
Entscheidungstext OGH 21.10.1999 8 Ob 137/99a
Auch
- 10 Ob 31/14b
Entscheidungstext OGH 15.07.2014 10 Ob 31/14b
Vgl auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0049032
Zuletzt aktualisiert am
22.09.2014
Dokumentnummer
JJR_19740514_OGH0002_0080OB00092_7400000_001