Rechtssatz RS0049758
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0049758
Entscheidungsdatum
28.01.2016
Rechtssatz
Die Pflege und Betreuung eines Kindes in einem Heim, in das das Kind als Maßnahme der Fürsorgeerziehung eingewiesen wurde, stellt keinen Akt der Hoheitsverwaltung dar.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 68/66
Entscheidungstext OGH 26.05.1966 1 Ob 68/66
- 1 Ob 721/78
Entscheidungstext OGH 19.01.1979 1 Ob 721/78
Auch; Veröff: EFSlg 33759
- 1 Ob 58/05v
Entscheidungstext OGH 27.09.2005 1 Ob 58/05v
Vgl aber; Beisatz: Wohl aber ist jene Verfügung, aufgrund derer das Kind in die Anstalt eingewiesen wurde, als Akt der Hoheitsverwaltung zu sehen (so schon 1 Ob 49/05w). (T1)
Beisatz: Nimmt also der Jugendwohlfahrtsträger seine Kompetenz zur Ergreifung vorläufiger Maßnahmen der Pflege und Erziehung gemäß § 215 Abs 1 zweiter Satz ABGB - hier durch Unterbringung eines Kindes in einem Kriseninterventionszentrum, um die gedeihliche Entwicklung des Minderjährigen zu gewährleisten - in Anspruch, so handelt er hoheitlich. (T2)
- 1 Ob 19/13w
Entscheidungstext OGH 11.04.2013 1 Ob 19/13w
Gegenteilig; Beisatz: Die Betreuung und Förderung von Personen nach § 11 Abs 2 Z 3 Oö ChG (früher § 12 Oö BhG) erfolgt - ähnlich wie Ausbildung und Betreuung im Rahmen des Schulunterrichts - hoheitlich. (T3)
Beisatz: Siehe RIS-Justiz RS0128807. (T4)
- 1 Ob 258/15w
Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 258/15w
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0049758
Zuletzt aktualisiert am
26.02.2016
Dokumentnummer
JJR_19660526_OGH0002_0010OB00068_6600000_002