Rechtssatz RS0049762
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0049762
Entscheidungsdatum
27.02.2017
Rechtssatz
Da die Tätigkeit der Gerichte eine hoheitliche ist, hat dies auch für die gerichtlichen Zustellungen durch die Post zu gelten.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 20/77
Entscheidungstext OGH 04.10.1977 1 Ob 20/77
Veröff: SZ 50/125 = EvBl 1978/67 S 187
- 1 Ob 117/97f
Entscheidungstext OGH 27.08.1997 1 Ob 117/97f
nur: Die Tätigkeit der Gerichte ist stets eine hoheitliche. (T1)
Veröff: SZ 70/160
- 1 Ob 208/12p
Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 208/12p
Auch; nur T1; Veröff: SZ 2012/137
- 1 Ob 79/16y
Entscheidungstext OGH 24.05.2016 1 Ob 79/16y
Vgl auch; nur T1
- 1 Ob 3/17y
Entscheidungstext OGH 27.02.2017 1 Ob 3/17y
Beisatz: Auch nach der Privatisierung der Post ist die Zustellung gemäß den Bestimmungen des ZustellG weiterhin der Hoheitsverwaltung zuzurechnen. (T2)
Beisatz: Nach § 17 Abs 2 PostmarktG (BGBl I 2009/123) sind von der Amtshaftung regelmäßig nur Vorgänge erfasst, die in direktem Zusammenhang mit der Zustellung behördlicher und gerichtlicher Schriftstücke stehen (so schon § 7 Abs 3 Postgesetz 1997 idF BGBl I 2003/72). (T3)
Beisatz: Hier: Organisationsverschulden. (T4)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0049762
Zuletzt aktualisiert am
10.04.2017
Dokumentnummer
JJR_19771004_OGH0002_0010OB00020_7700000_004