Rechtssatz RS0050239
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0050239
Entscheidungsdatum
13.07.2023
Rechtssatz
Die Rechtswidrigkeit faktischer Amtshandlungen haben die zur Entscheidung in Amtshaftungssachen berufenen ordentlichen Gerichte von sich aus zu beurteilen; das Verfahren nach § 11 Abs 1 AHG ist deshalb in solchen Fällen nicht einzuleiten.Die Rechtswidrigkeit faktischer Amtshandlungen haben die zur Entscheidung in Amtshaftungssachen berufenen ordentlichen Gerichte von sich aus zu beurteilen; das Verfahren nach Paragraph 11, Absatz eins, AHG ist deshalb in solchen Fällen nicht einzuleiten.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 15/86
Entscheidungstext OGH 25.06.1986 1 Ob 15/86
Veröff: SZ 59/113
- 1 Ob 48/98k
Entscheidungstext OGH 19.05.1998 1 Ob 48/98k
Auch
- 1 Ob 97/00x
Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 97/00x
Beisatz: Hier beruht die den Klagegrund bildende Festnahme jedoch auf der Ausübung unmittelbarer behördlicher Befehlsgewalt und Zwangsgewalt. (T1)
- 1 Ob 262/01p
Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 262/01p
- 1 Ob 103/07i
Entscheidungstext OGH 26.06.2007 1 Ob 103/07i
Beisatz: Ist aber während eines Amtshaftungsverfahrens ein Verfahren beim Verwaltungsgerichtshof zur Klärung der Rechtswidrigkeit der Ausübung unmittelbarer behördlicher Befehlsgewalt und Zwangsgewalt anhängig, so ist das Amtshaftungsverfahren nach §190 Abs 1 ZPO zu unterbrechen, weil das Amtshaftunsgericht an die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs, die inhaltlich einer solchen nach §11 Abs 1 AHG entspricht, gebunden ist. (T2); Veröff: SZ 2007/103
- 1 Ob 87/23k
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 13.07.2023 1 Ob 87/23k
Beisatz wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0050239
Zuletzt aktualisiert am
06.09.2023
Dokumentnummer
JJR_19860625_OGH0002_0010OB00015_8600000_002