Rechtssatz RS0056451
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0056451
Entscheidungsdatum
18.12.2024
Rechtssatz
Bei der von einem Rechtsanwalt zu fordernden peniblen Geldgebarung (5 Bkd 1/91 uva) gegenüber Klienten ist zu beachten, dass der Rechtsanwalt nur berechtigt ist, von den für seine Partei bei ihm eingegangenen Barschaften die Summe seiner Auslagen und seines Verdienstes, insoweit sie durch erhaltene Vorschüsse nicht gedeckt sind, in Abzug zu bringen, soferne seine Honorarforderungen nicht strittig sind. Von dieser Ausnahme abgesehen darf der Rechtsanwalt jedoch ihm übergebene Gelder weder widmungswidrig verwenden noch zurückbehalten (so auch § 16 RL-BA 1977). Er ist verpflichtet, bei ihm eingehende Geldbeträge unverzüglich an den Berechtigten auszufolgen (§ 17 RL-BA 1977).Bei der von einem Rechtsanwalt zu fordernden peniblen Geldgebarung (5 Bkd 1/91 uva) gegenüber Klienten ist zu beachten, dass der Rechtsanwalt nur berechtigt ist, von den für seine Partei bei ihm eingegangenen Barschaften die Summe seiner Auslagen und seines Verdienstes, insoweit sie durch erhaltene Vorschüsse nicht gedeckt sind, in Abzug zu bringen, soferne seine Honorarforderungen nicht strittig sind. Von dieser Ausnahme abgesehen darf der Rechtsanwalt jedoch ihm übergebene Gelder weder widmungswidrig verwenden noch zurückbehalten (so auch Paragraph 16, RL-BA 1977). Er ist verpflichtet, bei ihm eingehende Geldbeträge unverzüglich an den Berechtigten auszufolgen (Paragraph 17, RL-BA 1977).
Entscheidungstexte
- 4 Bkd 6/94
Entscheidungstext OGH 16.01.1995 4 Bkd 6/94
- 11 Bkd 4/00
Entscheidungstext OGH 02.07.2001 11 Bkd 4/00
Auch
- 10 Bkd 10/03
Entscheidungstext OGH 26.01.2004 10 Bkd 10/03
Vgl; Beisatz: Zugunsten strittiger Honorarforderungen besitzt der Rechtsanwalt kein Zurückbehaltungsrecht, sodass im Falle der Bestreitung seiner Honorarforderung, er nur zwischen Rückzahlung oder dem gerichtlichen Erlag wählen kann. (T1)
- 13 Bkd 1/07
Entscheidungstext OGH 26.11.2007 13 Bkd 1/07
Vgl; Beis wie T1
- 7 Ob 21/09b
Entscheidungstext OGH 01.07.2009 7 Ob 21/09b
Vgl auch
- 7 Ob 233/11g
Entscheidungstext OGH 21.12.2011 7 Ob 233/11g
Auch; Beis ähnlich wie T1
- 4 Ob 172/13t
Entscheidungstext OGH 19.11.2013 4 Ob 172/13t
Auch; Beis wie T1
- 24 Os 7/15g
Entscheidungstext OGH 09.09.2015 24 Os 7/15g
Auch
- 21 Os 2/15z
Entscheidungstext OGH 09.11.2015 21 Os 2/15z
Auch
- 24 Os 8/14b
Entscheidungstext OGH 01.12.2015 24 Os 8/14b
Auch
- 20 Os 25/15z
Entscheidungstext OGH 28.06.2016 20 Os 25/15z
Auch
- 23 Os 2/16s
Entscheidungstext OGH 07.12.2016 23 Os 2/16s
Vgl aber; Beisatz: § 19 Abs 1, Abs 3 RAO verpflichtet den Rechtsanwalt nur, Gelder, die für seine Partei bei ihm eingegangen sind, im Fall der Bestreitung seiner Honorarforderung gerichtlich zu hinterlegen oder zurückzuzahlen. Auf Geld, das dem Rechtsanwalt (von der Partei) als Vorschuss für sein Honorar übergeben wurde, bezieht sich diese Bestimmung jedoch nach ihrem eindeutigen Wortlaut nicht. Auch aus den §§ 9 und 11 RAO lässt sich eine im Fall der Bestreitung der Honorarabrechnung durch den Mandanten bestehende Verpflichtung des Rechtsanwalts zur Rückzahlung oder gerichtlichen Hinterlegung eines für sein Honorar geleisteten Vorschusses nicht ableiten. (T2)
- 9 Ob 2/17k
Entscheidungstext OGH 28.02.2017 9 Ob 2/17k
Veröff: SZ 2017/28
- 20 Ds 13/17t
Entscheidungstext OGH 14.11.2017 20 Ds 13/17t
Auch
- 5 Ob 251/18z
Entscheidungstext OGH 17.01.2019 5 Ob 251/18z
Auch; Beis wie T1
- 24 Ds 3/19d
Entscheidungstext OGH 02.09.2019 24 Ds 3/19d
Vgl; Beisatz: Kein Recht des Anwalts zur Disposition über Fremdgeld iSd § 19 RAO, das für einen ehemaligen Mandanten - nach Auflösung des Vollmachtsverhältnisses - bei ihm eingegangen ist. (T3)
Beisatz: Hier: Rücküberweisung nach mehr als zwei Monaten widersprach Gebot unverzüglichen Handelns. (T4)
- 21 Ds 3/19g
Entscheidungstext OGH 15.07.2020 21 Ds 3/19g
Vgl; Beisatz: Dabei besteht keine Pflicht des Mandanten zu unverzüglicher Bestreitung. (T5)
- 24 Ds 5/21a
Entscheidungstext OGH 06.07.2022 24 Ds 5/21a
Vgl
- 5 Ob 128/24w
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.12.2024 5 Ob 128/24w
vgl; Beisatz wie T5
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0056451
Zuletzt aktualisiert am
03.02.2025
Dokumentnummer
JJR_19950116_OGH0002_004BKD00006_9400000_001