Rechtssatz RS0057532
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0057532
Entscheidungsdatum
31.03.2016
Rechtssatz
Der Grundsatz, daß eine mit einem Unternehmenskredit belastete Liegenschaft bis zum Wert der Kreditbelastung nicht in die Aufteilungsmasse fällt, gilt nur unter der Voraussetzung, daß die Liegenschaft infolge der schlechten wirtschaftlichen Lage des Unternehmens tatsächlich zur Befriedigung der Unternehmensverbindlichkeit herangezogen werden muß.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 547/95
Entscheidungstext OGH 11.07.1995 4 Ob 547/95
Veröff: SZ 68/127
- 5 Ob 134/01v
Entscheidungstext OGH 10.07.2001 5 Ob 134/01v
Beisatz: Wird die zur Besicherung von Unternehmenskrediten verwendete Liegenschaft nicht verwertet, weil das Unternehmen auch bei Preisgabe dieser Sicherheit fortbestehen kann oder weil seine dauernde Stilllegung (Liquidation) ohne Rückgriff auf die hypothekarische Sicherheit erfolgen kann, ist demnach die Liegenschaft in die nach §§ 81 ff EheG unter den geschiedenen Ehegatten aufzuteilenden Vermögenswerte einzubeziehen. (T1)
- 6 Ob 181/01p
Entscheidungstext OGH 23.08.2001 6 Ob 181/01p
Auch
- 6 Ob 85/02x
Entscheidungstext OGH 16.05.2002 6 Ob 85/02x
Vgl
- 8 Ob 41/03t
Entscheidungstext OGH 28.08.2003 8 Ob 41/03t
Auch; Beisatz: Hier: Verpfändung einer Lebensversicherung. (T2)
- 2 Ob 185/04a
Entscheidungstext OGH 11.11.2004 2 Ob 185/04a
Beis wie T2
- 1 Ob 216/14t
Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 216/14t
Vgl auch
- 1 Ob 262/15h
Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 262/15h
Vgl auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0057532
Zuletzt aktualisiert am
03.05.2016
Dokumentnummer
JJR_19950711_OGH0002_0040OB00547_9500000_002