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Rechtssatz RS0060348×

Rechtssatz RS0060348

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0060348

Entscheidungsdatum

03.09.2010

Rechtssatz

Aus der taxativen Aufzählung der Entlassungstatbestände in der GewO und der ausdrücklichen Anführung einer Vertrauensunwürdigkeit hervorrufenden strafbaren Handlung in Paragraph 82, Litera d, GewO 1859 muss gefolgert werden, dass der Gesetzgeber ganz bewusst eine Handlung, die nicht strafbar ist, auch dann nicht für eine gerechtfertigte Entlassung ausreichend erachten wollte, wenn sie Vertrauensunwürdigkeit hervorruft. Eine unbewusste Lücke, welche durch Analogie an sich geschlossen werden könne, liegt daher nicht vor.

Entscheidungstexte

  • 14 ObA 38/87
    Entscheidungstext OGH 07.04.1987 14 ObA 38/87
    Veröff: Hiezu Andexlinger RdW 1987,334 = ZAS 1989/5 S 24; hiezu Schäffl, 7
  • 9 ObA 169/87
    Entscheidungstext OGH 02.12.1987 9 ObA 169/87
  • 9 ObA 286/88
    Entscheidungstext OGH 25.01.1989 9 ObA 286/88
  • 9 ObA 51/02v
    Entscheidungstext OGH 04.09.2002 9 ObA 51/02v
    Auch; Beisatz: Die Gewerbeordnung kennt keinen allgemeinen Entlassungsgrund des Vertrauensverlustes. (T1)
  • 9 ObA 142/08k
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 9 ObA 142/08k
    Auch
  • 8 ObA 25/10z
    Entscheidungstext OGH 22.04.2010 8 ObA 25/10z
    Vgl auch
  • 9 ObA 146/09z
    Entscheidungstext OGH 03.09.2010 9 ObA 146/09z
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0060348

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.11.2010

Dokumentnummer

JJR_19870407_OGH0002_014OBA00038_8700000_001