Rechtssatz RS0063691
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0063691
Geschäftszahl
7Ob469/55; 1Ob495/58; 6Ob54/63; 1Ob38/64; 1Ob184/72; 7Ob529/80; 6Ob13/84; 6Ob5/90
Entscheidungsdatum
31.05.1990
Rechtssatz
Dieser Grundsatz ist auch in Fällen, in denen das Gesetz keine Anwendung findet, stets zu beachten, weil es sich hiebei um altes bäuerliches Gewohnheitsrecht handelt (SZ 19/128, SZ 26/64).
Entscheidungstexte
- 7 Ob 469/55
Entscheidungstext OGH 23.11.1955 7 Ob 469/55
Veröff: JBl 1956,339
- 1 Ob 495/58
Entscheidungstext OGH 14.01.1959 1 Ob 495/58
- 6 Ob 54/63
Entscheidungstext OGH 27.03.1963 6 Ob 54/63
- 1 Ob 38/64
Entscheidungstext OGH 28.04.1964 1 Ob 38/64
- 1 Ob 184/72
Entscheidungstext OGH 30.08.1972 1 Ob 184/72
Veröff: SZ 45/89
- 7 Ob 529/80
Entscheidungstext OGH 11.12.1980 7 Ob 529/80
Beisatz: Der Grundsatz des "Wohlbestehenkönnens" ist nicht uneingeschränkt anzuwenden, zumal durch die Beschränkung der weichenden Geschwister auf den Pflichtteil bereits dem Gedanken Rechnung getragen wird, daß der Hofübernehmer nicht zu sehr belastet werden soll. Vom Grundsatz des "Wohlbestehenkönnens" kann keine Rede mehr sein, wenn der Hofübernehmer zum überwiegenden Teil von seinen Einkünften aus seinem Nebenerwerb und nicht aus den Erträgnissen seiner Landwirtschaft lebt. Dagegen spricht auch nicht der Umstand, daß die Landwirtschaft als förderungswürdig zu betrachten ist. (T1)
- 6 Ob 13/84
Entscheidungstext OGH 12.07.1984 6 Ob 13/84
- 6 Ob 5/90
Entscheidungstext OGH 31.05.1990 6 Ob 5/90
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0063691
Dokumentnummer
JJR_19551123_OGH0002_0070OB00469_5500000_004