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Rechtssatz RS0064476×

Rechtssatz RS0064476

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0064476

Entscheidungsdatum

17.05.2023

Rechtssatz

Durch das Ruhen des Verfahrens wird die gleiche Folge wie durch dessen Unterbrechung ausgelöst, sodass ein ungeachtet des Ruhens des Verfahrens und ohne Bewilligung einer Wiedereinsetzung in den vorigen Stand vom Erstgericht fortgesetztes Verfahren grundsätzlich nichtig ist. Eine während des Ruhens des Verfahrens ergangene Entscheidung ist daher als nichtig zu beheben.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 578/95
    Entscheidungstext OGH 06.09.1995 7 Ob 578/95
  • 5 Ob 200/08k
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 5 Ob 200/08k
    Auch; Beisatz: Die Wirkungen des Ruhens entsprechen im Wesentlichen jenen einer Unterbrechung eines Verfahrens; lediglich die bei Eintritt des Ruhens bereits begonnenen Rechtsmittelfristen laufen weiter. Über Rechtsmittel, die bereits vor Eintritt des Ruhens eingebracht wurden, ist nicht zu entscheiden, solange das Verfahren ruht. Der Akt ist in solchen Fällen vorerst ohne Erledigung zurückzustellen. (T1)
  • 8 ObA 45/10s
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 ObA 45/10s
    Vgl auch
  • 8 ObA 44/10v
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 ObA 44/10v
    Vgl auch
  • 4 Ob 3/18x
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 4 Ob 3/18x
    Vgl; Veröff: SZ 2018/3
  • 2 Ob 151/21a
    Entscheidungstext OGH 28.09.2021 2 Ob 151/21a
    Beis nur wie T1
  • 6 Ob 44/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.05.2023 6 Ob 44/23y
    nur: Eine während des Ruhens des Verfahrens ergangene Entscheidung ist daher als nichtig zu beheben. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0064476

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.06.2023

Dokumentnummer

JJR_19950906_OGH0002_0070OB00578_9500000_001