Rechtssatz RS0065229
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0065229
Entscheidungsdatum
28.06.2012
Rechtssatz
Der sachliche Geltungsbereich des KSchG im Zusammenhang mit dem Unternehmerbegriff und Verbraucherbegriff wurde auf objektive einigermaßen genau zu beschreibende und festzustellende Umstände abgestellt, bei denen die Lage, die das Motiv der Regelung bildet, typischerweise gegeben ist.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 570/80
Entscheidungstext OGH 08.07.1980 5 Ob 570/80
Veröff: SZ 53/103 = EvBl 1981/5 S 17 = ImmZ 1981,268
- 8 Ob 9/81
Entscheidungstext OGH 09.04.1981 8 Ob 9/81
Veröff: SZ 54/58 = EvBl 1981/189 S 548 = JBl 1982,313 (teilweise kritisch Iro)
- 7 Ob 515/82
Entscheidungstext OGH 21.10.1982 7 Ob 515/82
Veröff: SZ 55/157
- 7 Ob 785/82
Entscheidungstext OGH 16.12.1982 7 Ob 785/82
- 1 Ob 750/83
Entscheidungstext OGH 09.11.1983 1 Ob 750/83
Veröff: SZ 56/159 = EvBl 1984/97 S 393
- 5 Ob 509/92
Entscheidungstext OGH 10.03.1992 5 Ob 509/92
Vgl auch; Veröff: SZ 65/37
- 8 Ob 199/00y
Entscheidungstext OGH 07.09.2000 8 Ob 199/00y
Vgl auch
- 9 Ob 64/01d
Entscheidungstext OGH 23.05.2001 9 Ob 64/01d
- 3 Ob 112/04y
Entscheidungstext OGH 16.02.2005 3 Ob 112/04y
Vgl auch; Beisatz: Durch das KSchG soll der Verbraucher im rechtsgeschäftlichen Verkehr vor Rechtsnachteilen bewahrt werden, die ihm durch die Ausnützung seiner typischerweise schwächeren Position drohen. Maßgeblich ist somit die abstrakt-generelle Beurteilung der Situation, also die typischerweise verbundene Verbrauchergefährdung. (T1)
- 3 Ob 11/07z
Entscheidungstext OGH 22.02.2007 3 Ob 11/07z
Vgl; Beisatz: Der Schutzzweck des KSchG besteht nur darin, die zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher typischerweise angenommene Ungleichgewichtslage zugunsten des Verbrauchers zu entschärfen. (T2); Beisatz: Hier: Die allfällige Verbrauchereigenschaft des Bürgen und Zahlers für das zwischen zwei Unternehmern abgeschlossene Darlehensgeschäft führt keineswegs dazu, auch dieses Rechtsgeschäft als Verbrauchergeschäft qualifizieren zu können. (T3)
- 5 Ob 113/09t
Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 113/09t
Vgl; Beisatz: Auf ein Ungleichgewicht der Vertragsteile hinsichtlich ihres Wissens und ihrer Erfahrung mit der betroffenen Art von Rechtsgeschäften kommt es nicht an. (T4); Bem: Hier: Unternehmer iSd § 1 UGB; unternehmensbezogenes Geschäft iSd § 343 UGB. (T5)
- 2 Ob 1/12d
Entscheidungstext OGH 28.06.2012 2 Ob 1/12d
Vgl auch; Beis wie T1 nur: Durch das KSchG soll der Verbraucher im rechtsgeschäftlichen Verkehr vor Rechtsnachteilen bewahrt werden, die ihm durch die Ausnützung seiner typischerweise schwächeren Position drohen. (T6)
Veröff: SZ 2012/66
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0065229
Zuletzt aktualisiert am
05.06.2014
Dokumentnummer
JJR_19800708_OGH0002_0050OB00570_8000000_004