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Rechtssatz RS0070137×

Rechtssatz RS0070137

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0070137

Geschäftszahl

6Ob873/82; 1Ob529/85; 8Ob580/87; 5Ob518/90; 1Ob538/90

Entscheidungsdatum

07.03.1990

Rechtssatz

Eine Vereinbarung, wonach der Vermieter bei Vorliegen eines Kündigungsgrundes den Mietvertrag über die beiden Fälle des Paragraph 29, Absatz eins, Ziffer 5, MRG hinaus durch außergerichtliche einseitige Erklärung (statt durch gerichtliche Aufkündigung) auflösen könne, ist unwirksam. Dies gilt auch, wenn eine derartige Vereinbarung noch vor dem Inkrafttreten des MRG geschlossen wurde, die Auflösungserklärung dem Mieter aber erst nach diesem Zeitpunkt zugegangen ist.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 873/82
    Entscheidungstext OGH 27.01.1983 6 Ob 873/82
    Veröff: RZ 1983/70 S 298
  • 1 Ob 529/85
    Entscheidungstext OGH 20.03.1985 1 Ob 529/85
  • 8 Ob 580/87
    Entscheidungstext OGH 11.02.1988 8 Ob 580/87
    Beisatz: Auch der Eintritt von Umständen, die im Mietvertrag schriftlich als Kündigungsgrund vereinbart wurden und als wichtig und bedeutsam anzusehen sind (§ 30 Abs 2 Z 13 MRG), können nur mehr in der Form einer Kündigung geltend gemacht werden. (T1)
  • 5 Ob 518/90
    Entscheidungstext OGH 06.02.1990 5 Ob 518/90
  • 1 Ob 538/90
    Entscheidungstext OGH 07.03.1990 1 Ob 538/90

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0070137

Dokumentnummer

JJR_19830127_OGH0002_0060OB00873_8200000_001