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Rechtssatz RS0071154×

Rechtssatz RS0071154

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0071154

Entscheidungsdatum

02.08.1990

Norm

NahversG §3a

Rechtssatz

Dem Gesetz ist nicht zu entnehmen, daß das Fordern oder Annehmen sachlich nicht gerechtfertigter Rabatte oder Sonderkonditionen mehrfach, nämlich sowohl durch Paragraph eins, Absatz 2,, Paragraph 2, Absatz 2, NahversG als auch durch Paragraph 3, a NahversG, sanktioniert werden sollte. Ein Grundsatz, daß eine unrechtmäßig geschaffene Ausgangsbasis für die Preisberechnung auch diese selbst unzulässig machen müsse, ist der österreichischen Privatrechtsordnung fremd. Angesichts der unterschiedlichen Stoßrichtung der in Paragraphen eins, 2, NahversG einerseits und in Paragraph 3, a NahversG anderseits normierten Verbote erscheint es vielmehr sachlich durchaus gerechtfertigt, im Rahmen des Paragraph 3, a Absatz eins, NahversG eine rein wirtschaftliche Kalkulation zugrunde zu legen und allfällige Gesetzesverstöße des Lieferanten nur auf dem dafür vorgesehenen Weg - etwa nach Paragraph 2, Absatz eins, NahversG - zu ahnden.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 117/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 117/89
    Veröff: ÖBl 1989,177 = WBl 1990,52
  • 4 Ob 116/89
    Entscheidungstext OGH 05.12.1989 4 Ob 116/89
    Veröff: RdW 1990,157 = ÖBl 1990,77
  • Okt 4/89
    Entscheidungstext OGH 22.01.1990 Okt 4/89
    Vgl aber; Veröff: WBl 1990,182 (Schuhmacher)
  • Okt 8/90
    Entscheidungstext OGH 02.08.1990 Okt 8/90
    Gegenteilig; Veröff: ÖBl 1990,269

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0071154

Dokumentnummer

JJR_19891010_OGH0002_0040OB00117_8900000_001