Rechtssatz RS0072686
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0072686
Entscheidungsdatum
26.11.1992
Norm
SchG Art21
SchG Art22
SchG Art38
Rechtssatz
Art 38 Abs 1 SchG stellt für den Zwischenerwerber keine besonderen Vorschriften für die Prüfung eines Verrechnungsschecks auf. Es gelten daher auch für diesen die Vorschriften der Art 21 und 22 SchG. Eine Prüfungspflicht, für deren Verletzung der Zwischenerwerber schon bei grober Fahrlässigkeit haftet, besteht also nur in der Richtung, ob der Scheck dem früheren Inhaber "irgendwie abhanden gekommen" ist; sonst wird nur für bewußtes Handeln zum Nachteil des Schuldners gehaftet.Artikel 38, Absatz eins, SchG stellt für den Zwischenerwerber keine besonderen Vorschriften für die Prüfung eines Verrechnungsschecks auf. Es gelten daher auch für diesen die Vorschriften der Artikel 21 und 22 SchG. Eine Prüfungspflicht, für deren Verletzung der Zwischenerwerber schon bei grober Fahrlässigkeit haftet, besteht also nur in der Richtung, ob der Scheck dem früheren Inhaber "irgendwie abhanden gekommen" ist; sonst wird nur für bewußtes Handeln zum Nachteil des Schuldners gehaftet.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 31/74
Entscheidungstext OGH 27.02.1974 1 Ob 31/74
Veröff: SZ 47/19
- 7 Ob 688/82
Entscheidungstext OGH 16.09.1982 7 Ob 688/82
Auch; Veröff: SZ 55/128
- 4 Ob 504/91
Entscheidungstext OGH 09.04.1991 4 Ob 504/91
Auch; Veröff: EvBl 1991/110 S 505 = RdW 1991,260 = ecolex 1992,528 = ÖBA 1991,751 (Iro) = WBl 1991,300
- 8 Ob 19/92
Entscheidungstext OGH 26.11.1992 8 Ob 19/92
nur: Eine Prüfungspflicht, für deren Verletzung der Zwischenerwerber schon bei grober Fahrlässigkeit haftet, besteht also nur in der Richtung, ob der Scheck dem früheren Inhaber "irgendwie abhanden gekommen" ist; sonst wird nur für bewußtes Handeln zum Nachteil des Schuldners gehaftet. (T1) Veröff: EvBl 1993/129 S 529 = WBl 1993,161 = ÖBA 1992,980 (Canaris)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0072686
Dokumentnummer
JJR_19740227_OGH0002_0010OB00031_7400000_002