Rechtssatz RS0074966
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0074966
Entscheidungsdatum
10.11.2009
Rechtssatz
Die Zustimmung zum außergerichtlichen Ausgleich des Unterhaltsschuldners kommt - ungeachtet der Bevorschussung des Unterhalts durch den Bund - einem Unterhaltsverzicht gleich und bedarf der pflegschaftsgerichtlichen Genehmigung. Ein Unterhaltsverzicht widerspricht grundsätzlich dem Kindeswohl; die Bevorschussung durch den Bund bewirkt insoweit keine Änderung der Rechtslage.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 575/95
Entscheidungstext OGH 09.11.1995 2 Ob 575/95
- 10 Ob 71/09b
Entscheidungstext OGH 10.11.2009 10 Ob 71/09b
Vgl auch; Beisatz: Verzichtet das Kind im Rahmen einer Vereinbarung auf seinen Unterhaltsanspruch, ist dafür eine pflegschaftsgerichtliche Genehmigung erforderlich, selbst wenn die Vereinbarung vom Jugendwohlfahrtsträger beurkundet wird. (T1); Veröff: SZ 2009/148
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0074966
Zuletzt aktualisiert am
23.05.2013
Dokumentnummer
JJR_19951109_OGH0002_0020OB00575_9500000_001