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Rechtssatz RS0075613×

Rechtssatz RS0075613

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH, AUSL EGMR

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0075613

Geschäftszahl

1Ob36/89; 4Ob2118/96s; Bsw33629/06; Bsw69317/14

Entscheidungsdatum

30.01.2018

Rechtssatz

Artikel 10, MRK in Verbindung mit Artikel 13, StGG schützt nicht nur als unproblematisch aufgenommenen Meinungen, sondern gerade auch Äußerungen, die den Staat oder einen Teil der Bevölkerung verletzen, schockieren oder beunruhigen. Das rundfunkrechtliche Objektivitätsgebot ist eine Beschränkung der Meinungsäußerungsfreiheit, die im Hinblick sowohl auf Artikel 10, Absatz eins, letzter Satz MRK (im Zuge des staatlichen Genehmigungsverfahrens) als auch Artikel 10, Absatz 2, MRK, soweit sie im Interesse der dort umschriebenen Ziele (Schutz der Rechte anderer) unentbehrlich ist, gerechtfertigt sein kann.

VfGH vom 21.06.1989, B 1701/88, B 1847/88; Veröff: MR 1989,129

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 36/89
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 1 Ob 36/89
    Veröff: SZ 64/36 = JBl 1991,796 = ÖBl 1991,161
  • 4 Ob 2118/96s
    Entscheidungstext OGH 14.05.1996 4 Ob 2118/96s
    nur: Art 10 MRK in Verbindung mit Art 13 StGG schützt nicht nur als unproblematisch aufgenommenen Meinungen, sondern gerade auch Äußerungen, die den Staat oder einen Teil der Bevölkerung verletzen, schockieren oder beunruhigen. (T1) Beisatz: Der Schutz dieser Bestimmung erfaßt Tatsachenäußerungen ebenso wie reine Meinungskundgaben. (T2) Veröff: SZ 69/116
  • Bsw 33629/06
    Entscheidungstext AUSL EGMR 08.07.2008 Bsw 33629/06
    Vgl; nur T1; Veröff: NL 2008,208
  • Bsw 69317/14
    Entscheidungstext AUSL EGMR 30.01.2018 Bsw 69317/14
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0075613

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.09.2022

Dokumentnummer

JJR_19910410_OGH0002_0010OB00036_8900000_002