Rechtssatz RS0076863
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0076863
Geschäftszahl
3Ob548/84; 3Ob551/84; 8Ob503/85; 2Ob635/85; 9Ob1743/91; 7Ob96/00v
Entscheidungsdatum
23.05.2001
Rechtssatz
Nach dem erklärten Willen des Gesetzgebers sollte das Kind im Sinn der herrschenden Rechtsprechung (OGH 09.12.1931, SZ 13/262; OGH 12.08.1964 EvBl 1965/2) von der Rückzahlung zu Unrecht erhaltener Unterhaltsleistungen allerdings insofern befreit sein, als es die ausbezahlten Beträge für seinen Unterhalt verbraucht hat.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 548/84
Entscheidungstext OGH 13.06.1984 3 Ob 548/84
Veröff: ÖA 1985,83
- 3 Ob 551/84
Entscheidungstext OGH 10.10.1984 3 Ob 551/84
Auch; Beisatz: Nicht nur der gutgläubige Verbrauch von Beträgen, die dem notwendigen Mindestunterhalt entsprechen, sondern jeder gutgläubige Verbrauch zu Unterhaltszwecken schlechthin führt zum Ausschluß der Kondiktion. (T1) Veröff: RZ 1985/13 S 65 = ÖA 1986,112
- 8 Ob 503/85
Entscheidungstext OGH 25.04.1985 8 Ob 503/85
Beis wie T1
- 2 Ob 635/85
Entscheidungstext OGH 29.10.1985 2 Ob 635/85
Beis wie T1; Veröff: ÖA 1987,141
- 9 Ob 1743/91
Entscheidungstext OGH 19.06.1991 9 Ob 1743/91
- 7 Ob 96/00v
Entscheidungstext OGH 23.05.2001 7 Ob 96/00v
Auch; Beis gegenteilig wie T1; Beisatz: Der Verbrauch der Unterhaltsvorschüsse für das Kind befreit dieses schlechthin von der Rückzahlungsverpflichtung nach § 22 UVG. Das Kriterium der Redlichkeit hat für die Rückersatzpflicht des Kindes nach § 22 UVG keine Bedeutung. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0076863
Dokumentnummer
JJR_19840613_OGH0002_0030OB00548_8400000_002