Rechtssatz RS0077070
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0077070
Entscheidungsdatum
15.04.1998
Rechtssatz
Die Beschränkung auf eine ausdrückliche Rechtswahl soll dem Schutz des Arbeitnehmers durch Rechtsklarheit dienen; haben aber die Parteien für mehrere Sachfragen des Arbeitsvertrages (Schlechtwetterregelung; Ansprüche bei Erkrankung;
sozialversicherungsrechtliche Behandlung des Arbeitsvertrages) die Anwendung österreichischen Rechts vereinbart, ist es eine Frage der Auslegung des Umfanges der ausdrücklich getroffenen Rechtswahl (§ 914 ABGB) und nicht der nach § 44 Abs 3 IPRG verbotenen schlüssigen Rechtswahl (§ 35 IPRG, § 863 ABGB), ob sie damit auch für alle anderen arbeitsrechtlichen Fragen die Anwendung österreichischen Arbeitsrechts vereinbaren wollten.sozialversicherungsrechtliche Behandlung des Arbeitsvertrages) die Anwendung österreichischen Rechts vereinbart, ist es eine Frage der Auslegung des Umfanges der ausdrücklich getroffenen Rechtswahl (Paragraph 914, ABGB) und nicht der nach Paragraph 44, Absatz 3, IPRG verbotenen schlüssigen Rechtswahl (Paragraph 35, IPRG, Paragraph 863, ABGB), ob sie damit auch für alle anderen arbeitsrechtlichen Fragen die Anwendung österreichischen Arbeitsrechts vereinbaren wollten.
Entscheidungstexte
- 14 Ob 81/86
Entscheidungstext OGH 27.05.1986 14 Ob 81/86
Veröff: SZ 59/81 = EvBl 1986/178 S 760 = JBl 1987,196 RdW 1987,59 = ZAS 1987,50 (Beck-Mannagetta-Mayer-Maly)
- 9 ObA 91/87
Entscheidungstext OGH 16.09.1987 9 ObA 91/87
nur: Die Beschränkung auf eine ausdrückliche Rechtswahl. (T1) Veröff: RdW 1988,204 = IPRax 1989,309 (Behr,319)
- 9 ObA 129/97d
Entscheidungstext OGH 22.10.1997 9 ObA 129/97d
Auch
- 9 ObA 85/98k
Entscheidungstext OGH 15.04.1998 9 ObA 85/98k
Auch; nur: Die Beschränkung auf eine ausdrückliche Rechtswahl soll dem Schutz des Arbeitnehmers durch Rechtsklarheit dienen. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0077070
Dokumentnummer
JJR_19860527_OGH0002_0140OB00081_8600000_004