Rechtssatz RS0077190
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0077190
Entscheidungsdatum
19.01.2016
Rechtssatz
Zur Übertragung oder Belastung eines Bauwerkes durch Urkundenhinterlegung ist die Zustimmung des Liegenschaftseigentümers nicht erforderlich, ebenso nicht zum diesbezüglichen Hinterlegungsantrag.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 81/85
Entscheidungstext OGH 22.10.1985 5 Ob 81/85
Veröff: NZ 1986,93
- 5 Ob 10/87
Entscheidungstext OGH 10.02.1987 5 Ob 10/87
Veröff: NZ 1988,47
- 3 Ob 516/90
Entscheidungstext OGH 13.06.1990 3 Ob 516/90
Veröff: SZ 63/100 = JBl 1991,238 = NZ 1992,6
- 5 Ob 7/96
Entscheidungstext OGH 13.03.1996 5 Ob 7/96
Beisatz: Es ist auch nicht zu prüfen, ob die Behauptung des Veräußerers, Eigentümer des Bauwerkes zu sein, richtig ist. Die Verfügungsberechtigung des Hinterlegungs-Vormannes ist nämlich durch § 9 Abs 2 UHG ausdrücklich von der Nachweispflicht ausgenommen (hier: das von der Revisionsrekurswerberin in diesem Zusammenhang befürchtete Rechtsschutzdefizit (von einem Nichtberechtigten plötzlich mit Superädifikaten "belastet" zu werden) besteht in Wahrheit nicht, weil § 19 UHG die Handhabe bietet, die Ersichtlichmachung des Bauwerks im Grundbuch zu verhindern bzw wieder zu beseitigen. Ob einem bestehenden Bauwerk die Superädifikatseigenschaft iSd § 435 ABGB zukommt (und damit einen vom Grundstückseigentümer verschiedenen Eigentümer haben könnte), läßt sich ohnedies nur im Rechtsweg klären. (T1)
- 2 Ob 67/99p
Entscheidungstext OGH 30.03.2000 2 Ob 67/99p
Vgl auch; Beis wie T1 nur: Die Verfügungsberechtigung des Hinterlegungs-Vormannes ist nämlich durch § 9 Abs 2 UHG ausdrücklich von der Nachweispflicht ausgenommen. (T2)
- 6 Ob 251/00f
Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 251/00f
Vgl auch; Veröff: SZ 74/27
- 10 Ob 66/15a
Entscheidungstext OGH 19.01.2016 10 Ob 66/15a
Auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0077190
Zuletzt aktualisiert am
08.03.2016
Dokumentnummer
JJR_19851022_OGH0002_0050OB00081_8500000_002