Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0077809×

Rechtssatz RS0077809

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0077809

Entscheidungsdatum

11.08.2015

Rechtssatz

Durch das gerichtliche Verbot soll der durch eine Gesetzesverletzung erlangte Wettbewerbsvorsprung zunichte gemacht werden; dem Werbenden dürfen auch keine Früchte seines unlauteren Verhaltens verbleiben (ÖBl 1971,155); erklärt nun ein Dritter, dem dieses Verbot bekannt ist, er werde all das erfüllen, was der Wettbewerber (hier: Zeitung) - rechtswidrigerweise - zugesagt (Zugabe) hat, dann unterläuft er damit den Zweck des gerichtlichen Verbotes und ermöglicht damit im Interesse des Wettbewerbers dessen Umgehung. Ein solches Verhalten verstößt aber gegen die guten Sitten im Wettbewerb (Paragraph eins, UWG).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 127/89
    Entscheidungstext OGH 07.11.1989 4 Ob 127/89
    Veröff: ÖBl 1990,151
  • 4 Ob 160/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 160/89
  • 4 Ob 5/90
    Entscheidungstext OGH 20.02.1990 4 Ob 5/90
    Veröff: SZ 63/21 = MR 1990,103 = ÖBl 1990,119
  • 4 Ob 287/98d
    Entscheidungstext OGH 10.11.1998 4 Ob 287/98d
    Auch; nur: Dem Werbenden dürfen auch keine Früchte seines unlauteren Verhaltens verbleiben. (T1)
  • 4 Ob 216/11k
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 216/11k
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Hier: Verbot, nicht ausschreibungskonforme Ware zu liefern. (T2)
  • 4 Ob 247/14y
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 247/14y
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0077809

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.09.2015

Dokumentnummer

JJR_19891107_OGH0002_0040OB00127_8900000_001