Rechtssatz RS0078868
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0078868
Entscheidungsdatum
15.04.2026
Rechtssatz
Der Anspruch auf Widerruf einer herabsetzenden Behauptung ist dann gerechtfertigt, wenn in Interessentenkreisen ein dem Kläger nachteiliger Zustand, eine fortwährende abträgliche Meinung entstanden ist und sich die Behauptung dem Gedächtnis Dritter eingeprägt hat.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 335/66
Entscheidungstext OGH 12.12.1966 4 Ob 335/66
Veröff: ÖBl 1967,66
- 4 Ob 349/71
Entscheidungstext OGH 14.09.1971 4 Ob 349/71
Veröff: ÖBl 1972,67
- 4 Ob 135/90
Entscheidungstext OGH 06.11.1990 4 Ob 135/90
Veröff: MR 1991,115 = ÖBl 1991,58
- 4 Ob 35/92
Entscheidungstext OGH 07.04.1992 4 Ob 35/92
Vgl
- 6 Ob 295/97v
Entscheidungstext OGH 17.12.1997 6 Ob 295/97v
Veröff: SZ 70/267
- 4 Ob 32/07w
Entscheidungstext OGH 23.04.2007 4 Ob 32/07w
Auch
- 4 Ob 50/10x
Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 50/10x
Auch; Beisatz: Der Widerrufsanspruch ist ein gesetzlich geregelter Sonderfall des allgemeinen Beseitigungsanspruchs, der - als eine Art der Naturalherstellung - die Wirkungen einer unwahren Äußerung beseitigen soll. (T1)
- 4 Ob 181/12i
Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 181/12i
Vgl; Beis wie T1
- 4 Ob 55/24b
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.10.2024 4 Ob 55/24b
vgl; Beisatz wie T1
Beisatz: Ziel des Widerrufs ist es, die durch die veröffentlichte unwahre Tatsachenbehauptung entstandene abträgliche Meinung über den Verletzten zu beseitigen. (T2)
- 7 Ob 32/26w
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 15.04.2026 7 Ob 32/26w
vgl; Beisatz: Hier: Rechtsschutzversicherung (Art 19.2.1 ARB 2015). (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0078868
Zuletzt aktualisiert am
08.09.2026
Dokumentnummer
JJR_19661212_OGH0002_0040OB00335_6600000_002