Rechtssatz RS0079478
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0079478
Entscheidungsdatum
26.03.2026
Rechtssatz
Der Gesellschafter einer GmbH kann schon im Hinblick auf die besondere Haftungsstruktur dieser Gesellschaftsform wegen der Unterlassung der Beendigung der wettbewerbswidrigen Werbung eines beauftragten Unternehmens grundsätzlich nicht selbst gegenüber Dritten haftbar gemacht werden. Ein derartiger Haftungsdurchgriff der Mitbewerber einer GmbH käme nur in Ausnahmefällen, etwa bei einem Mißbrauch der Gesellschaft durch den Einmanngesellschafter, in Betracht. (Hier: Haftung der beherrschenden (95 Prozent), maßgeblichen Einfluß ausübenden Gesellschafterin bejaht.)
Entscheidungstexte
- 4 Ob 103/89
Entscheidungstext OGH 07.11.1989 4 Ob 103/89
Veröff: ecolex 1990,100
- 4 Ob 1/91
Entscheidungstext OGH 12.02.1991 4 Ob 1/91
Vgl auch; Beisatz: Hier: Konzernleitung (T1) Veröff: MR 1991,162 = RdW 1991,233 = ÖBl 1991,101 = WBl 1991,330
- 4 Ob 76/25t
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.03.2026 4 Ob 76/25t
vgl; Beisatz: Nach § 18 UWG kann allerdings „der Inhaber eines Unternehmens“ ua wegen einer nach § 2 UWG unzulässigen Handlung auch dann auf Unterlassung in Anspruch genommen werden, wenn die Handlung „im Betrieb seines Unternehmens von einer anderen Person“ begangen worden ist. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0079478
Zuletzt aktualisiert am
30.07.2026
Dokumentnummer
JJR_19891107_OGH0002_0040OB00103_8900000_002