Rechtssatz RS0081051
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0081051
Entscheidungsdatum
23.06.2021
Norm
ABH 1989 Art10
ABH 1980 Art21
ABH 1995 Art10
Rechtssatz
Plant der Versicherungsnehmer die Schadenszufügung von vornherein, so handelt es sich nicht um die zitierten "Ausrutscher eines Durchschnittsmenschen", die verheerende Folgen nach sich ziehen können, sondern um gefährliche Bosheitsakte, und zwar auch dann, wenn der beabsichtigte Erfolg weit über seine Erwartungen hinausgeht. Solche Schadenszufügungen sind vom versicherten Risiko nicht umfaßt.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 28/91
Entscheidungstext OGH 26.09.1991 7 Ob 28/91
Veröff: VersRdSch 1992,123 = VersR 1992/497 = RdW 1992,367
- 7 Ob 12/92
Entscheidungstext OGH 25.06.1992 7 Ob 12/92
nur: Plant der Versicherungsnehmer die Schadenszufügung von vornherein, so handelt es sich um gefährliche Bosheitsakte. (T1) Beisatz: Mit ungleich höheren, im Leben eines Durchschnittsmenschen regelmäßig gar nicht vorkommende Gefahren als im Fall bloßer Fehleinschätzungen. (T2) Veröff: VersR 1993,1259
- 7 Ob 26/95
Entscheidungstext OGH 31.05.1995 7 Ob 26/95
- 7 Ob 119/04g
Entscheidungstext OGH 26.05.2004 7 Ob 119/04g
- 7 Ob 171/14v
Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 171/14v
Auch; Veröff: SZ 2014/118
- 7 Ob 145/17z
Entscheidungstext OGH 18.10.2017 7 Ob 145/17z
Beis wie T2
- 7 Ob 53/21a
Entscheidungstext OGH 23.06.2021 7 Ob 53/21a
Beisatz: Hier: Zerkratzen von Lack mehrerer Kraftfahrzeuge in einem Zeitraum von zumindest 2 Wochen. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0081051
Zuletzt aktualisiert am
30.08.2021
Dokumentnummer
JJR_19910926_OGH0002_0070OB00028_9100000_001