Rechtssatz RS0090527
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtsgebiet
Zivilrecht, Strafrecht
Rechtssatznummer
RS0090527
Entscheidungsdatum
05.06.2003
Rechtssatz
Die Rechtsfolge des Amtsverlusts tritt mit Rechtskraft der entsprechenden Verurteilung ex lege ein, ohne daß es einer Feststellungsentscheidung des Gerichts bedarf.
Entscheidungstexte
- 11 Os 18/83
Entscheidungstext OGH 23.02.1983 11 Os 18/83
Veröff: EvBl 1984/46 S 159 = SSt 54/13
- 8 ObA 2160/96x
Entscheidungstext OGH 24.04.1997 8 ObA 2160/96x
Beisatz: Hier: Die Rechtsfolge der Beendigung des Dienstverhältnisses gemäß § 41 Wr VBO. (T1) Veröff: SZ 70/82
- 9 ObA 205/02s
Entscheidungstext OGH 02.10.2002 9 ObA 205/02s
Vgl auch; Beisatz: Hat das Strafgericht mit seinem (in seiner Gesamtheit zu beurteilenden) rechtskräftigen Urteil die Rechtsfolge des Amtsverlustes - ungeachtet der Tatsache, dass der Kläger kein Beamter ist und das Strafurteil für ihn zwar die durch § 34 Abs 3 VBG normierte Rechtsfolge der Beendigung des Dienstverhältnisses, nicht aber die in § 27 Abs 1 StGB normierte Rechtsfolge des "Amtsverlustes" nach sich ziehen kann - bedingt nachgesehen, liegt jedenfalls kein Strafurteil vor, "das nach den bestehenden gesetzlichen Vorschriften den Verlust jedes öffentlichen Amtes unmittelbar zur Folge hat". (T2)
- 12 Os 73/02
Entscheidungstext OGH 05.06.2003 12 Os 73/02
Vgl; Beisatz: Der Eintritt einer gesetzlich vorgesehenen Rechtsfolge bedarf keiner feststellenden Gerichtsentscheidung. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0090527
Dokumentnummer
JJR_19830223_OGH0002_0110OS00018_8300000_002