Rechtssatz RS0090892
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0090892
Entscheidungsdatum
26.03.2009
Rechtssatz
Bei Strafenkumulation (§ 28 Abs 2 StGB) bleibt kein Raum für die Annahme des Erschwerungsgrundes des Zusammentreffens von strafbaren Handlungen verschiedener Art (§ 33 Z 1 StGB). Die Heranziehung dieses Erschwerungsgrundes trotz Strafenkumulierung bewirkt als Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot Nichtigkeit des Strafausspruchs nach § 345 Abs 1 Z 13 zweiter Fall StPO.Bei Strafenkumulation (Paragraph 28, Absatz 2, StGB) bleibt kein Raum für die Annahme des Erschwerungsgrundes des Zusammentreffens von strafbaren Handlungen verschiedener Art (Paragraph 33, Ziffer eins, StGB). Die Heranziehung dieses Erschwerungsgrundes trotz Strafenkumulierung bewirkt als Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot Nichtigkeit des Strafausspruchs nach Paragraph 345, Absatz eins, Ziffer 13, zweiter Fall StPO.
Entscheidungstexte
- 15 Os 1/93
Entscheidungstext OGH 10.12.1993 15 Os 1/93
Veröff: JBl 1995,64
- 13 Os 8/07m
Entscheidungstext OGH 07.03.2007 13 Os 8/07m
Vgl; Beisatz: Die erschwerende Wertung des Zusammentreffens mehrerer strafbarer Handlungen verstößt im Hinblick auf die - dem § 28 Abs 1 StGB zugrunde liegenden Absorptionsprinzip Rechnung tragende - Strafzumessungsbestimmung des § 33 Z 1 StGB nicht gegen das Doppelverwertungsverbot (§ 32 Abs 2 erster Satz StGB). (T1)
- 12 Os 134/07h
Entscheidungstext OGH 13.12.2007 12 Os 134/07h
Vgl; Beis wie T1
- 12 Os 154/08a
Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 154/08a
Vgl; Beis wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0090892
Zuletzt aktualisiert am
02.09.2009
Dokumentnummer
JJR_19931210_OGH0002_0150OS00001_9300000_003