Rechtssatz RS0090984
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0090984
Entscheidungsdatum
13.04.2016
Rechtssatz
Die Tatbegehung während eines anhängigen Strafverfahrens ist schulderhöhend und darum erschwerend. Die Annahme dieses Erschwerungsgrundes neben jenem der einschlägigen Vordelinquenz verstößt auch nicht gegen das Doppelverwertungsverbot.
Entscheidungstexte
- 15 Os 154/89
Entscheidungstext OGH 27.02.1990 15 Os 154/89
- 14 Os 92/04
Entscheidungstext OGH 10.08.2004 14 Os 92/04
Abweichend; Beisatz: Abgesehen davon, dass die Tatbegehung während eines anhängigen Strafverfahrens nicht als eigener (besonderer) Erschwerungsgrund iSd § 33 Z2 StGB, sondern allenfalls als Strafzumessungsaspekt nach § 32 Abs 2 StGB zu werten wäre, erlangt dieser Umstand bei der Strafbemessung nur dann Bedeutung, wenn das im Zeitpunkt der nunmehr abzuurteilenden Tat anhängig gewesene Strafverfahren mit einem rechtskräftigen Schuldspruch endete. (T1)
- 11 Os 75/14k
Entscheidungstext OGH 28.10.2014 11 Os 75/14k
Vgl; Beis ähnlich wie T1
- 13 Os 7/15a
Entscheidungstext OGH 15.04.2015 13 Os 7/15a
Auch; Beiw wie T1
- 13 Os 4/15k
Entscheidungstext OGH 10.06.2015 13 Os 4/15k
Auch; Beis wie T1
- 15 Os 14/16x
Entscheidungstext OGH 13.04.2016 15 Os 14/16x
Auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0090984
Zuletzt aktualisiert am
02.06.2016
Dokumentnummer
JJR_19900227_OGH0002_0150OS00154_8900000_002