Rechtssatz RS0091566
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0091566
Geschäftszahl
9Os161/74; 9Os158/76; 9Os122/77; 9Os38/78; 11Os140/78; 12Os34/79; 11Os20/85; 10Os153/85
Entscheidungsdatum
18.02.1986
Rechtssatz
Die statistische Entwicklung der Sittlichkeitsdelinquenz in Österreich erfordert keine generalpräventiven Maßnahmen; die gegenteilige Meinung beruht auf einer Verkennung der kriminalpolitischen Verhältnisse (siehe RZ 1973,202).
Entscheidungstexte
- 9 Os 161/74
Entscheidungstext OGH 19.02.1975 9 Os 161/74
Veröff: RZ 1975/31 S 56
- 9 Os 158/76
Entscheidungstext OGH 22.12.1976 9 Os 158/76
- 9 Os 122/77
Entscheidungstext OGH 16.09.1977 9 Os 122/77
Vgl aber; Beisatz: Keine bedingte Geldstrafe bei Unzuchtsdelikten mit Unmündigen. (T1)
- 9 Os 38/78
Entscheidungstext OGH 04.04.1978 9 Os 38/78
- 11 Os 140/78
Entscheidungstext OGH 10.10.1978 11 Os 140/78
Ähnlich
- 12 Os 34/79
Entscheidungstext OGH 26.04.1979 12 Os 34/79
Ähnlich; Beisatz: Hier: Auf Grund der Begehung im Familienkreis keine generalpräventiven Gründe gegen die Anwendung des § 43 StGB. (T2)
- 11 Os 20/85
Entscheidungstext OGH 19.03.1985 11 Os 20/85
Vgl aber; Beisatz: Auch wenn die statistisch erfaßten Sittlichkeitsdelikte eine rückläufige Tendenz aufweisen, so verlieren generalpräventive Erwägungen nicht an Gewicht (hier zur Nötigung zum Beischlaf). (T3)
- 10 Os 153/85
Entscheidungstext OGH 18.02.1986 10 Os 153/85
Vgl aber; Beisatz: Generalpräventive Erwägungen angesichts einer immer noch großen und zuletzt sogar wieder ansteigenden Zahl von Sittlichkeitsdelikten (Sicherheitsbericht für 1984) - zur Strafhöhe. (T4)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0091566
Dokumentnummer
JJR_19750219_OGH0002_0090OS00161_7400000_001