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Rechtssatz RS0091676×

Rechtssatz RS0091676

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0091676

Geschäftszahl

15Os46/90; 14Os184/98; 14Os106/06d (14Os107/06a)

Entscheidungsdatum

10.10.2006

Rechtssatz

Im Fall der neuen Verurteilung vor dem Ablauf einer zur Zeit der Urteilsfällung noch offenen Probezeit nach einer bedingten Strafnachsicht ist das erkennende Gericht auch dann nach Paragraph 494, a Absatz eins, StPO zur Entscheidung über einen allfälligen Widerruf der betreffenden Strafnachsicht zuständig, wenn es sich dabei um eine nachträgliche Verurteilung im Sinn des Paragraph 31, StGB handelt (und deren Bedeutung für die im früheren Verfahren gewährte bedingte Strafnachsicht dementsprechend materiellrechtlich nach Paragraph 55, Absatz eins, StGB zu beurteilen ist).

Entscheidungstexte

  • 15 Os 46/90
    Entscheidungstext OGH 29.05.1990 15 Os 46/90
    Veröff: EvBl 1990/166 S 789 = AnwBl 1991,125 (Graff)
  • 14 Os 184/98
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 14 Os 184/98
    Gegenteilig; Beisatz: Die Zuständigkeit zur Entscheidung über den Widerruf bei nachträglicher Verurteilung (§ 55 StGB) richtet sich nach § 495 Abs 2 StPO und nicht nach § 494a StPO (entgegen EvBl 1990/166). (T1)
  • 14 Os 106/06d
    Entscheidungstext OGH 10.10.2006 14 Os 106/06d
    Gegenteilig; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0091676

Dokumentnummer

JJR_19900529_OGH0002_0150OS00046_9000000_002